Rund um die Großmarkthalle und den Schlachthof

Das Münchner Stadtmuseum ist im Juni 2026 zu Gast im ehemaligen Viehhof und lädt die Menschen in den umliegenden Vierteln ein, gemeinsam Geschichte zu entdecken, zu erzählen, zu sammeln und zu präsentieren. Die Geschichte der Stadt München ist nicht nur die der Residenzstadt, sondern auch die der Vorstädte und Hinterhöfe, der Arbeiter*innen und Familien, der Fabriken, der kleinen Wirtschaften und Stüberl …

Das Gebiet um den Münchner Schlachthof und die Großmarkthalle befindet sich aktuell in starkem Wandel. Aus einem sogenannten "Glasscherbenviertel" hat es sich zu einer hippen Wohn- und Ausgehgegend mit reichem kulturellen Angebot entwickelt. Dies geht jedoch mit den typischen Symptomen einer Gentrifizierung einher: Die Mieten für Wohnungen und Geschäfte steigen, folglich werden alteingesessene Bewohner*innen und Betriebe verdrängt. Während dieses noch laufenden Prozesses ist somit der passende Zeitpunkt, genauer auf dieses Viertel zu blicken. Was machte diese Nachbarschaften, die von Arbeiter*innenkultur und dem Leben in den Hinterhöfen geprägt waren, aus? Wie arbeitete und lebte man dort, was passiert aktuell und was wünschen sich die Bewohner*innen für die Zukunft des Viertels?

Um diesen Fragen auf die Spur zu kommen, lädt das Münchner Stadtmuseum die Theater-Compagnie "El Solar" ein, die sich auf Objekttheater spezialisiert hat und bereits weltweit mit Museen und Communities zusammengearbeitet hat. Die Theatermacher*innen arbeiten dabei stets vor Ort und eng mit den Bewohner*innen zusammen. Deren Geschichte(n) und die Objekte, die stellvertretend dafür stehen, werden Teil ihrer Theaterinstallation. Gemeinsam mit dem Team des Münchner Stadtmuseums möchten sie auch Objekte aus der Sammlung des Museums zum Sprechen bringen, die die Geschichte des Schlachthofs und der Großmarkthalle veranschaulichen.

Die Theaterinstallation wird im Juni vor Ort im Schlachthofviertel und in Untersendling entwickelt und dann in der Zwischennutzung im Viehhof gezeigt.

Das Münchner Stadtmuseum ist bis zu seiner Wiedereröffnung 2031 mit verschiedenen Formaten und Kooperationen in und außerhalb Münchens weiterhin aktiv. In diesem Prozess begibt sich das Museum nun auch in die Stadt, um Ideen und Erwartungen der Münchner*innen kennenzulernen und in die eigene Weiterentwicklung einzubeziehen.

Dieses Projekt wird gefördert in "Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen", einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Das Programm wird in Kooperation mit Bureau Ritter als Programmbüro durchgeführt. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Im Programm "Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen" wurden bundesweit 50 Kulturinstitutionen ausgewählt. Sie entwickeln gemeinsam innovative Ideen, um ihre Einrichtungen als relevante Orte des gesellschaftlichen Lebens erfolgreich in die Zukunft zu führen – auch und gerade angesichts der großen Herausforderungen und Krisen unserer Zeit.


Besuchsinformation

Öffnungszeiten

Interimsausstellung “What the City. Perspektiven unserer Stadt” im historischen Zeughaus
Dienstag–Sonntag 11.00-19.00 Uhr
Eintritt frei

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag / Mittwoch 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Freitag / Samstag 18.00 Uhr und 21.00 Uhr
Sonntag 18.00 Uhr

Das restliche Museum ist aufgrund der Generalsanierung aktuell geschlossen.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S/U-Bahn Station Marienplatz
U-Bahn Station Sendlinger Tor
Bus 52/62 Haltestelle St.-Jakobs-Platz

Kontakt

St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel. +49-(0)89-233-722370
E-Mail stadtmuseum(at)muenchen.de
E-Mail filmmuseum(at)muenchen.de

Kinokasse Tel. +49-(0)89-233-724150

Informationen zur Von Parish Kostümbibliothek in Nymphenburg