Provenienz

Im Dezember 1998 wurden auf der Holocaust Konferenz in Washington insgesamt elf Punkte verabschiedet. 
Die Museen der unterzeichnenden Staaten verpflichteten sich, ihre Bestände bezüglich ihrer Herkunft 
zu überprüfen und festzustellen, ob sich in ihren Sammlungen Kunstgegenstände befinden, die während des
 Nationalsozialismus unrechtmäßig enteignet worden sind.



Ein Jahr später bekräftigten die Bundesregierung, die Länder und die kommunalen Spitzenverbände in der Berliner Erklärung diese Forderung und riefen deutsche Museen und Institutionen dazu auf, ihre Sammlungen nach "NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut, insbesondere aus jüdischem Besitz“ kritisch zu überprüfen.



Dieser Verpflichtung kommt auch das Münchner Stadtmuseum nach: Im September 2011 wurde in Kooperation mit der Arbeitsstelle für  Provenienzrecherche/-forschung in Berlin ein zeitlich befristetes Forschungsprojekt eingerichtet. Dabei erstreckt sich die Untersuchung der Bestände mit lückenhafter Provenienz über die Sammlungsbereiche Gemälde, Handzeichnungen und Grafik, Skulptur und Plastik, Kunstgewerbe, Münzen und Medaillen sowie Textilien und Instrumente. Eng verknüpft mit der systematischen Überprüfung der Erwerbungen ist die Ankaufs- und Personalpolitik des Museums in den Jahren 1933 bis 1945. Nur so kann ein umfassendes Bild des Münchner Stadtmuseums in der Zeit des Nationalsozialismus entstehen. Die erarbeiteten Ergebnisse des Projektes werden in einer abschließenden Studie publiziert.

Bereits erfolgte Restitutionen:
Sammlung Emma Budge, 2012
Silber aus ehemals jüdischem Besitz, 2014

sfas