Open Scene

Die Termine der „Open Scene“ am Donnerstag sind teilweise für aktuelle Sonderveranstaltungen reserviert. Das Programm wird spätestens etwa eine Woche vorher festgelegt und in den Schaukästen an der Kinokasse, über den Film-Newsletter, auf Facebook, auf Twitter, durch Ankündigungen in der Tagespresse und hier auf dieser Homepage bekannt gegeben.


Hommage an Agnès Varda: „Les plages d'Agnès“ + „La Pointe Courte“ am Do 31.5.18 um 19.00 Uhr

Am 30. Mai 2018 feiert die französische Filmemacherin Agnès Varda ihren 90. Geburtstag. Aus diesem Anlass zeigen wir in unserer „Open Scene“ am Donnerstag, dem 31. Mai 2018 um 19.00 Uhr ihren Dokumentarfilm „Les Plages d'Agnès“ (2008) und ihren Debütfilm „La Pointe Courte“ (1955) in der französischen Originalfassung mit englischen Untertiteln.

Agnès Varda zählt zu den wichtigsten Regisseurinnen der europäischen Filmgeschichte. Bereits in den 1950er Jahren begann sie als Vorläuferin der Nouvelle Vague mit experimentierfreudigen, eigenwilligen und unabhängig produzierten Werken den Weg für das moderne europäische Kino zu öffnen. Ihr Schaffen setzt sich bis heute fort, zuletzt mit dem oscarnominierten Essayfilm „Visages Villages“ aus dem Jahr 2017.

Les Plages d'Agnès (Die Strände von Agnès)
Frankreich 2008 | Regie + Buch: Agnès Varda | Kamera: Agnès Varda, Hélène Louvart, Alain Sakot, Arlene Nelson, Julia Fabry, Jean-Baptiste Morin | Darsteller: Agnès Varda, Jacques Demy, Mathieu Demy, Rosalie Varda, Jane Birkin, Yolande Moreau | 110 min | OmeU

Die damals 80-jährige Agnès Varda setzte sich in diesem Film mit ihrem Leben und Werk auseinander. Dabei entstand jedoch keine Autobiografie im klassischen Sinne, vielmehr ist es eine Collage aus fragmentarischen Erinnerungen, die sie in Fotos, Filmausschnitten, Landschaften und in anderen Menschen gefunden hat. Dabei vermischen sich private Geschichte – ihre Kindheit in Sète, ihre Ausbildung zur Fotografin in Paris, die Ehe mit Jacques Demy – und künstlerischer Werdegang. Ein spielerischer und freudvoller Essay über das Leben und die Kunst, im Speziellen wie im Allgemeinen.

La Pointe Courte
Frankreich 1955 | Regie + Buch: Agnès Varda | Kamera: Paul Soulignac, Louis Stein | Darsteller: Silvia Monfort, Philippe Noiret | 86 min | OmeU

Mit „La Pointe Courte“ wandte sich die bis dahin als Fotografin arbeitende Agnès Varda erstmals dem Kino zu und schuf dabei eines der wegweisenden Werke des modernen Films. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Paares, das bei einem Urlaub in La Pointe Courte, einem Fischerviertel der Stadt Sète, aufgrund ihrer unterschiedlichen Lebenshaltungen eine Beziehungskrise durchlebt. Auf einer zweiten Handlungsebene zeigt der Film das karge Leben der Einheimischen. Dadurch wird nicht nur ein inhaltlicher, sondern auch ein ästhetischer Kontrast gesetzt zwischen dem stilisierten, von professionellen Schauspielern dargestellten Liebesplot und der semi-dokumentarischen, mit Laien besetzten Alltagsbeobachtung. Auch auf der Produktionsebene eröffnete der Film neue Wege: Varda drehte ihn unabhängig von der Filmindustrie mit minimalem Budget.

 Am 7. Juni um 19.00 Uhr steht die "Open Scene" im Zeichen der Eröffnung des Internationalen Gamelan-Festivals des Münchner Stadtmuseums. Wir zeigen zwei mittellange Filme, SHADOWMASTER (1979) von Larry Reed und DIE FARBEN DES GÖTTLICHEN - MADÉ TRIP (1992) von Anne Caracache und Jacque Fassola.

festival.muenchner-gamelan.de/de/Veranstaltung/bali-filme-auftakt/

"Les plages d'Agnès" (2008)
"La Pointe Courte" (1955)

 

 

sfas