MuseumsMorgen!

Münchner Filmmuseum Veranstaltung

Sonntag, 24. November 2019, 17:30 Uhr

Jules et Jim (Jules und Jim)

Film und Psychoanalyse

Einführung: Matthias Baumgart, Eva Friedrich

 

 

Jules et Jim (Jules und Jim)

Frankreich 1962 | R: François Truffaut | B: François Truffaut, Jean Gruault, nach dem Roman von Henri-Pierre Roché | K: Raoul Coutard | M: Georges Delerue | D: Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri Serre, Vanna Urbino, Serge Rezvani | 105 min | OmU | Am Anfang des Films sind es nur die Freunde Jules und Jim, die einander nah sind. Frauen sind, von Jim lässig umspielt, von Jules sehnend begehrt, für die beiden eher Gesprächsthema als eigenständige Figuren. Das ändert sich, als Catherine zwischen sie tritt. Ein schwebendes, auch für uns Zuschauer unwiderstehliches, atemlos-ausgelassenes Liebesdreieck entsteht, von einer virtuosen Handkamera hautnah verfolgt. Aber ausgerechnet Catherine, die jede Norm spielerisch durchbricht, möchte Jules für sich alleine gewinnen und behalten. Also werden Ehen geschlossen und geplant, Kinder gewünscht und gezeugt. Die Faszination des ständigen Bruchs der Konvention, des ständig möglichen Neubeginns verlässt aber trotz aller damit verbundenen Schmerzen den Film und damit uns Zuschauer bis zum Schluss nicht. Nicht einmal in einem Film der Nouvelle Vague konnte oder durfte das in den 1960er Jahren zu einem guten Ende führen.

Eintrittspreise 4 € (3 € für MFZ-Mitglieder). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

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