Highlights des Münchner Stadtmuseums

Leo von Klenze, Die Propyläen auf dem Münchner Königsplatz

Die im Auftrag König Ludwigs I. erbauten Propyläen waren das repräsentativste Stadttor in die Hauptstadt des neuen Königsreichs. Der Name verweist auf die "Propylaia", den im antiken Athen errichteten Vorbau am Aufgang der Akropolis. Mit den Propyläen, der Glyptothek und dem Ausstellungsgebäude gegenüber ist auf dem Platz der klassische Kanon der dorischen, ionischen und korinthischen Säulenordnung vereint. Über den Bau der Propyläen wurde schon seit 1816 nachgedacht. Klenze malte sie zu einem Zeitpunkt, als noch nicht einmal die Fundamente gelegt waren. Wie in einer modernen Computersimulation warb der Architekt für ein Projekt, dessen Verwirklichung durch die Abdankung seines Auftraggebers 1848 in Frage gestellt war. Auch war die ursprüngliche Funktion als Stadttor hinfällig, nachdem sich München bereits weit über den Königsplatz hinaus ausgebreitet hatte. Schließlich wurden die Propyläen dann doch als ein Denkmal auf die Herrschaft der Wittelsbacher in Griechenland ausgeführt und kurz vor dem Sturz des griechisch-bayerischen Königs Otto im Jahr 1862 eingeweiht.