Highlights des Münchner Stadtmuseums

Herbert Achternbusch, Der junge Mönch

Das Archiv des Filmmuseums im Münchner Stadtmuseum umfasst ca. 5.000 Kopien, darunter wichtige Stummfilmklassiker wie “Metropolis“ und “Der Golem“. Schwerpunkte der Sammlung sind neben deutschen und sowjetischen Stummfilmen frühe Tonfilme und Mehrsprachenversionen, Klassiker des Avantgardefilms sowie Filme von Münchner Regisseuren wie Herbert Achternbusch. Herbert Achternbusch (*1938 in München) ist Schriftsteller, Filmregisseur und Maler, der besonders für seine avantgardistischen Filme bekannt ist.

Als Ausgangspunkt wählt "Der junge Mönch" die nach der globalen Katastrophe mit einer Eiswüste überzogene Welt. Wo einst München stand, ist jetzt ein riesiger Geysir. Nur das Dörfchen Buchendorf ist unbeschädigt geblieben. Der Protagonist Herbert gründet dort als Mönch eine neue Religion um einen Schokoladenosterhasen ("Gott darf nicht gebissen werden!"). Was folgt, ist eine mehr oder weniger bunte Folge ungeordneter Ideen und Subversivitäten (Achternbusch als seine eigene Mutter oder Schuss/Gegenschuss-Aufnahmen in Island und München). Ein kontrovers aufgenommener Heimat- und Katastrophenfilm aus Bayern.