Highlights des Münchner Stadtmuseums

Erasmus Grasser, Afrikanischer Moriskentänzer („Mohr“)

Die im Jahr 1480 von Erasmus Grasser geschnitzten Moriskentänzer sind neben den Gemälden des „Blauen Reiter“ die wertvollsten Kunstwerke im Besitz der Landeshauptstadt München. Der Name der Figuren geht auf ursprünglich wohl maurische Springtänze zurück, die später auch an den großen Höfen aufgeführt wurden. In der bildnerisch virtuosen Ausformung ist das Thema des Moriskentanzes einmalig. Die Statuetten wurden für die Decke des neuen „Tanzhauses“ (Altes Rathaus) geschaffen, mit dem die Stadt einen großen Festsaal für die Repräsentation des Herzogs und obersten Stadtherrn errichtet hatte. Der „Mohr“ ist im Moriskensaal der Dauerausstellung „Typisch München!“ zu sehen.