Generalsanierung

Das Münchner Stadtmuseum, das 1888 gegründet wurde, blickt auf eine lange – auch architektonische – Geschichte zurück. Das Areal besteht aus sechs Gebäudeteilen: dem Gsaenger-, dem Grässel-, dem Leitenstorfer-, dem Marstall- und dem Hoffmanntrakt, sowie dem Zeughaus. Bereits 2007 hat die Gesamtsanierung des Museums begonnen ...

2017

2015 - 2017 – Phase der Vorplanung

Seit Mitte 2015 befindet sich das Münchner Stadtmuseum mit dem Architektenbüro Auer Weber Assoziierte in der Vorplanungsphase des Umbaus. Das Ausstellungs- und Medienatelier Brückner unterstützt das Münchner Stadtmuseum bei der Gestaltung der Dauerausstellung "Münchner Welten" und "Typisch München!". Es werden gemeinsam mit Fachplanern, sowie dem Baureferat, der Stadtkämmerei, dem Kulturreferat und dem Kommunalreferat Baupläne entwickelt, die notwendige Erstausstattung festgelegt und die benötigten Kosten ermittelt. Im Frühling 2018 wird der Stadtrat über das weitere Vorgehen entscheiden.

2015

30. Juli 2015 – Das Münchner Stadtmuseum wird zukunftsfähig

Die Vollversammlung des Stadtrates vergibt Umbau und Generalsanierung des Münchner Stadtmuseums an das Architekturbüro Auer Weber Assoziierte, München und beauftragt es mit der weiteren Planung.

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30. Juli 2015 – Das Münchner Stadtmuseum wird zukunftsfähig

Vorausgegangen war ein VOF-Verfahren mit Lösungsvorschlägen, das vom Baureferat gemäß Stadtratsauftrag vom Dezember 2013 europaweit ausgeschrieben und durchgeführt wurde. Insgesamt haben sich 23 Büros beworben. Die fünf am besten geeigneten Bewerber wurden ausgewählt und zur Teilnahme am weiteren Verhandlungsverfahren eingeladen. Das Gremium stellte abschließend fest, dass der Lösungsvorschlag des Architekturbüros Auer Weber Assoziierte das bestmögliche Ergebnis erwarten lässt. Der Vorschlag von Auer Weber Assoziierte sieht einen zusätzlichen Baukörper als neues „Herzstück“ für das Münchner Stadtmuseum in dessen nördlichen Innenhof vor. Darin findet der künftige Eingangsbereich, der vom Rindermarkt und damit direkt von der Innenstadt zugänglich sein wird, Platz. Verbindungen zu allen umgebenden Gebäudetrakten und Flächen für Wechselausstellungen sind ebenfalls geplant. Der gesamte Innenhof wird überdacht und zur Museumshalle.
Der überzeugende Vorschlag von Auer Weber Assoziierte wird ein Gesamtentsemble
entstehen lassen, das in der Altstadt neben der Synagoge, dem Jüdischen Museum München und weiteren gelungenen Bauten ein Ausrufezeichen setzt.

Pressemitteilung

Münchner Stadtmuseum, Blick in den nördlichen Innenhof © Auer Weber Assoziierte Architekten
Münchner Stadtmuseum, Blick in den nördlichen Innenhof © Auer Weber Assoziierte Architekten
Münchner Stadtmuseum, neuer Eingang Blick vom Rindermarkt © Auer Weber Assoziierte Architekten
Münchner Stadtmuseum, Grundriss Ebene 03 © Auer Weber Assoziierte Architekten
Münchner Stadtmuseum, Ebene 0 © Auer Weber Assoziierte Architekten
Modell des Münchner Stadtmuseums © Auer Weber Assoziierte Architekten
Modell des Münchner Stadtmuseums © Auer Weber Assoziierte Architekten

2013

19. Dezember 2013 – Neugestaltung des Münchner Stadtmuseums ist auf dem Weg

Die Vollversammlung des Stadtrats gibt den Startschuss für die Gesamtsanierung des Münchner Stadtmuseums. Damit ist der Weg frei für ein europaweites Vergabeverfahren für Architektenleistungen.

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19. Dezember 2013 – Neugestaltung des Münchner Stadtmuseums ist auf dem Weg

Nachdem der erste Bauabschnitt bereits zum 850. Stadtgeburtstag im Jahr 2008 erfolgen und die Dauerausstellung "Typisch München!" in den sanierten Räumen des ehemaligen Zeughauses und im Grässeltrakt eröffnet werden konnte, wurde nun vom Stadtrat mit der Zustimmung zu einem europaweiten Vergabeverfahren für Architektenleistungen der Startschuss zur Gesamtsanierung des Münchner Stadtmuseums gegeben. Die beabsichtigten Baumaßnahmen ermöglichen den zweiten und deutlich größeren Teil des programmatischen Umbaus des Museums.

Das Leitbild für die Neukonzeption des Münchner Stadtmuseums sieht das Museum als das aktive materielle Gedächtnis der Stadtkultur, dessen Aufgabe es ist das kulturelle Erbe der Stadt München zu sammeln, zu bewahren, zu erforschen und zu vermitteln. Außerdem versteht sich das Museum als offenes Forum einer internationalen Stadtgesellschaft und macht diese als zentraler Ort in ihrer regionalen und internationalen Vernetzung sichtbar, es schafft Identität und bezieht Stellung zu kulturellen, politischen und sozialen Themen im historischen und zeitgenössischen Kontext. Darüberhinaus regt das Münchner Stadtmuseum seine Besucher zur unterhaltsamen und kritischen Beschäftigung mit den verschiedenen Lebensformen in einer Großstadt an und erfüllt als Ort des lebenslangen Lernens seinen Bildungsauftrag.

Die zentrale Zielsetzung des 2. Bauabschnitts ist die stadtgestalterische und architektonische Neupositionierung in der Stadtlandschaft auf Basis der inhaltlichen Neukonzeption, die Ausrüstung des Gebäudes nach zeitgemäßen technischen und konservatorischen Standards, die konsequente Besucherorientierung und die vollständige Barrierefreiheit.

Pressemitteilung 2013

Artikel aus dem Mitarbeiter-Magazin des Kommunalsreferates "Kommmit", Ausgabe 2 / Juli 2014

2008

6. Juni 2008 – Eröffnung der Dauerausstellung "Typisch München!"

Zum 850. Geburtstag der Stadt München im Jahr 2008 liefert das Münchner Stadtmuseum mit der Präsentation der neuen Dauerausstellung den stadtgeschichtlichen Hauptbeitrag. "Typisch München!" heißt die Ausstellung. Mit der Eröffnung der Dauerausstellung im ersten Bauabschnitt "Zeughaus / Grässeltrakt" kann ein erster Schritt der 2005 beschlossenen inhaltlichen Neukonzeption bereits umgesetzt werden.

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6. Juni 2008 – Eröffnung der Dauerausstellung "Typisch München!"

Mit der Dauerausstellung erfüllt das Münchner Stadtmuseum einen von Einheimischen und Besuchern lang gehegten Wunsch. Erstmals wird die Kulturgeschichte Münchens von der Gründung bis zur Gegenwart in einem Rundgang zusammengeschlossen, der auf insgesamt 2.400 Quadratmetern Ausstellungsfläche über drei Etagen des Museums führt. Zu sehen sind die bedeutendsten Werke, die das Münchner Stadtmuseum seit seiner Gründung 1888 gesammelt hat.

Zur baulichen Realisation des Unternehmens wurde das Münchner Zeughaus grundlegend saniert und mit moderner Museumstechnik ausgestattet. Es handelt sich um einen vorbildlichen Akt der Denkmalspflege, durch den sich das Gebäude würdig und seiner historischen Bedeutung angemessen in das neue Ensemble am St.-Jakobs-Platz mit dem Jüdischen Gemeindezentrum und dem Jüdischen Museum einfügt.

"Typisch München!" zeigt ausschließlich Werke aus den eigenen Beständen. Die Ausstellung gibt einen umfassenden Einblick in die hochwertigen und vielfältigen Sammlungsbereiche des Münchner Stadtmuseums: Grafik und Gemälde, Reklamekunst, Möbel, Skulptur, Kunsthandwerk, Mode, Volkskunde, Fotografie, Film, Musik und Volksvergnügungen. Im Hinblick auf eine "Best-of"-Auswahl wurden die Bestände für die Ausstellung wissenschaftlich neu bearbeitet, restauratorisch betreut und in den jeweiligen stadthistorischen Kontext gestellt.

Im Zentrum von "Typisch München!" steht das Phänomen einer kommunalen Emanzipation, in der sich die Stadt von ihrer durchwegs höfisch dominierten Geschichte verabschiedet, um ein städtisches Selbstbewusstsein gerungen und den Ruf der "heimlichen Hauptstadt" der Bundesrepublik erworben hat. Die Dauerausstellung zeigt, wie dieser Prozess eigentlich erst seit dem 19. Jahrhundert, im Grunde seit der 700-Jahrfeier von 1858 bis heute, wirksam ist.

Das Münchner Stadtmuseum stellt drei Fragen: Was ist typisch München, seit wann und vor allem warum. Unter diesen Prämissen wird die Stadtgeschichte in fünf Epochen gegliedert und chronologisch in den Ausstellungsarealen präsentiert.

2008

Januar - Juni 2008 – Einrichtung der Dauerausstellung "Typisch München!"

Nach der Sanierung des mittelalterliche Zeughauses wird die Dauerausstellung zur Münchner Stadtgeschichte "Typisch München!" eingerichtet. Die Stadtgeschichte wird hier in fünf Epochen gegliedert und chronologisch in die historisch vorgegebenen Ausstellungsareale eingepasst. Die bekannten und wertvollen Moriskentänzer von Erasmus Grasser, 1480, ziehen vom 1. Stock wieder in das Erdgeschoss des Zeughauses.

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Januar - Juni 2008 – Einrichtung der Dauerausstellung "Typisch München!"

Der Moriskensaal steht unter der retrospektiv verstandenen Überschrift "Das Alte München" (1158-1806). Er korrespondiert mit dem "Neuen München" (1806-1858), das in typologischer Exegese im Königssaal ausgebreitet wird. Der Monachiasaal ist genau denjenigen einhundert Jahren (1858-1958) gewidmet, die sich als entscheidend für die kommunale Selbstfindung Münchens erwiesen haben und für die mit den beiden Jubiläen zur 700- bzw. 800-Jahrfeier die stadtbiographischen Eckpfeiler vorgegeben sind. Gesondert wird im Feuchtwangersaal auf die Entwicklung eingegangen, die München in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts genommen hat. Die Formen der Selbstdarstellung, zu denen München seit den Olympischen Spielen fand und findet, werden abschließend im Arenasaal (1972-2008) thematisiert. Zum erweiterten Ausstellungsareal zählen außerdem der Marstallhof und das Foyer des Museums.

Anbringung der Flügel des Friedensengels im Deckendurchbruch zwischen Königssaal und Monachiasaal
Anbringung der Flügel des Friedensengels im Deckendurchbruch zwischen Königssaal und Monachiasaal
Einrichtung des Moriskensaals
Videoinstallation in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk im Arenasaal
Klingelinstallation
Einrichtung des Jugendstil-Zimmers im Monachiasaal
Die acht Moriskentänzer von Erasmus Grasser, 1480, im Moriskensaal
Das historisches Treppenhaus des Zeughauses wurde in die Dauerausstellung integriert
Das Münchner Kindl-Wappen von Erasmus Grasser im Foyer des Münchner Stadtmuseums

2005

8. Dezember 2005 – Beschluss des Kulturausschusses "Neukonzeption des Münchner Stadtmuseums"

Im Kulturausschuss wird beschlossen, dass als erster Baustein zur neuen Gesamtkonzeption des Münchner Stadtmuseums die Gebäudetrakte Zeughaus und Grässeltrakt saniert werden sollen. Die Eröffnung einer neuen stadtgeschichtlichen Dauerausstellung soll zum zentralen Beitrag der 850-Jahrfeier der Stadt München 2008 werden.

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8. Dezember 2005 – Beschluss des Kulturausschusses "Neukonzeption des Münchner Stadtmuseums"

Ist-Zustand

Das "Historische Museum der Stadt München" wurde mit Magistratsbeschluss vom 13. März 1874 gegründet, aber erst 15 Jahre später, am 29. Juli 1888, im Obergeschoss des Zeughauses eröffnet.  In den 1930er-Jahren vollzog sich der Wandel zu einem städtischen Heimatmuseum, besonders durch die Einrichtung einer Abteilung zur Münchner Wohnkultur. Nach dem 2. Weltkrieg, der größere Teile der Gebäude zerstört hat, erfolgte die Umbenennung in den heutigen Namen "Münchner Stadtmuseum". Das Haus wandelte sich zu einer Art Bildungszentrum, das Ausstellungen zu allen nur erdenklichen, bevorzugt auch aktuellen Themen veranstaltete. In der Folge wurden Spezialmuseen angegliedert: die Puppentheatersammlung (1940 gegründet und seit 1988 um den Bereich Schaustellerei erweitert), die Musikinstrumentensammlung (1940 von Georg Neuner übernommen), das Fotomuseum (1961) und das Filmmuseum, das 1963 den Spielbetrieb aufnahm. Im Jahr 1995 folgte das Modemuseum.

Notwendigkeit einer Reform

Die vorliegende Neukonzeption des Münchner Stadtmuseums steht im Rahmen eines Reformprozesses, der im Jahr 2002 vom Kulturausschuss des Münchner Stadtrats, vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und vom Museum selbst in Gang gesetzt wurde.

Zudem wurde als Pilotprojekt die Neugestaltung einer Abteilung "Münchner Stadtgeschichte / Stadtkultur" entwickelt, ein Vorhaben, das den künftigen Kernbereich des Museums bilden soll. Die "Münchner Stadtkultur" soll der Öffentlichkeit zur 850-Jahr-Feier im Jahr 2008 in den bis dahin sanierten Bauabschnitten Zeughaus und Grässeltrakt zugänglich gemacht werden

Soziokultureller Wandel der Stadt

Die grundlegende Motivation zur Veränderung des Münchner Stadtmuseums leitet sich aus der Überlegung ab, dass die Stadt München selbst einer Veränderung unterworfen ist: Der prozessuale Wandel bildet sich auf der soziokulturellen, der demographischen, der gesellschaftlichen, der städtebaulichen und der wirtschaftlichen Ebene ab. Das Münchner Stadtmuseum, das sich wie jedes Stadtmuseum als ein Spiegel der jeweiligen Stadt versteht, ist der prädestinierte Ort, um den o.g. gesellschaftlichen und kulturellen Wandel zu thematisieren und kritisch zu reflektieren.

Paradigmenwechsel in der Museumsarbeit

Die gesellschaftlichen Veränderungen wirken sich auch auf den Museumsbetrieb aus. Den Museen wachsen neben den kulturellen Aufgaben zunehmend soziale Verpflichtungen zu, die über die akademische Arbeit weit hinausreichen. Vor dem Hintergrund der traditionellen Domänen des Museums - Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln - muss heute insbesondere der Vermittlung eine gesteigerte Bedeutung zugemessen werden: Museen sind zentrale Lernorte des 21. Jahrhunderts. Sie sind zu einem Forum des gesellschaftlichen Diskurses in der Großstadt geworden, zu einem Ort der Kommunikation und Interaktion, des lebenslangen Lernens und der Auseinandersetzung mit zeit- und lebensgeschichtlichen Fragestellungen.

Für die Vermittlungsarbeit ist außerdem die verstärkte Einbeziehung technischer Innovationen erforderlich.

Veränderungen im städtebaulichen Umfeld

Die Strecke vom Marienplatz über den Rindermarkt zum neuen Jüdischen Gemeindezentrum am St.-Jakobs-Platz ist zu einer touristischen Hauptroute durch die Münchner Innenstadt geworden.

Im Gsaengertrakt soll nach Möglichkeit eine architektonisch großzügige Öffnung der Fassade erfolgen, die eine öffentlich zugängliche Passage vom Rindermarkt über den Innenhof des Gsaengertrakts durchs Museumsfoyer direkt zum St.-Jakobs-Platz schlägt und damit eine Verbindung von der "alten" Altstadt zur "neuen" Altstadt herstellt.

Neben dem von staatlichen Institutionen geprägten Königsplatz und dem Areal der Pinakotheken kann sich der St.-Jakobs-Platz im Zusammenspiel mit dem Münchner Stadtmuseum künftig zu einem neuen Museumszentrum Münchens entwickeln.

Bauliche Sanierung

Unabhängig von den architektonischen und gestalterischen Überformungen, die das Erscheinungsbild des Münchner Stadtmuseums und dessen Erschließung im städtebaulichen Kontext betreffen, erfordert die Bausubstanz des Münchner Stadtmuseums eine grundlegende Sanierung. Die in den Nachkriegsjahren errichteten Provisorien in den Altbauten, aber auch die Erweiterungsbauten liegen wie die technische Ausstattung insgesamt unter dem Standard und entsprechen teilweise nicht mehr den aktuellen Normen.

Das Bauvorhaben "Umbau und Sanierung Zeughaus/Grässeltrakt" stellt bereits den ersten vorgezogenen baulichen Abschnitt im Hinblick auf die Gesamtkonzeption des Münchner Stadtmuseums dar.

Inhaltlich-strategische Ausrichtung des Münchner Stadtmuseums

Es wird ein besucherorientiertes Leitsystem entwickelt, mit dem sich das Münchner Stadtmuseum sowohl in seiner räumlichen als auch inhaltlichen Struktur als eine konzeptionelle Einheit darstellt.

In diesem integrativen Verständnis werden im Münchner Stadtmuseum übergeordnete Themensetzungen vereinbart, denen die einzelnen Angebote in einer systematischen Koordination folgen. Dies gilt nicht nur für die "Münchner Stadtkultur", die den künftigen Kernbereich des Museums darstellt, sondern auch für Ausstellungen und Veranstaltungen, die unter dem Oberbegriff "Urbane Lebenswelten" künftig im sanierten Gsaengertrakt eingerichtet und angeboten werden. Zugunsten dieser thematisch strukturierten Ordnung wird die bisherige Zuweisung einzelner Areale an die Spezialmuseen (Fotografie, Mode, Musik, Puppentheater / Schaustellerei) aufgehoben. Gleichwohl wird das spartenübergreifende Thema "Urbane Lebenswelten" so gestellt, dass es von den im Haus vorhandenen Kompetenzen betreut und mit den historisch gewachsenen Beständen aller Sammlungen bestückt werden kann.

Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm

Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm des Münchner Stadtmuseums findet im öffentlich zugänglichen Areal statt. Dieses besteht aus fünf integralen Bereichen, die für das Publikum als jeweils räumliche Einheit wahrnehmbar sind:

- Typisch München
- Urbane Lebenswelten
- Themenausstellung und Studioausstellungen
- Forum und Veranstaltungen
- Besucherservice

Jedes Segment hat eine eigene thematische und stets spartenübergreifende Schwerpunktsetzung. Der gemeinsame Nenner ist das Thema "Phänomenologie der Großstadt" in seinen vielfältigen Ausprägungen.

Typisch München!

Die Ausstellung "Typisch München!" bildet den Kern des Münchner Stadtmuseums. Die Konzeption basiert auf dem Stadtratsbeschluss vom 10.12.2003.

Die in diesem Beschluss auf nur zwei Stockwerke begrenzte Konzeption wird bis zur Eröffnung der Ausstellung "Typisch München!" im Jahr 2008 zur 850-Jahr-Feier auf das gesamte Zeughaus (drei Etagen) und den angrenzenden Grässeltrakt ausgedehnt. Die einzelnen Etagen sind zu einem Rundgang zusammengeschlossen. Der Rundgang vermittelt die Stadtgeschichte Münchens vom Gründungsmythos des Jahres 1158 bis in die unmittelbare Gegenwart. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung eines kommunalen Gemeinwesens, das sich in Opposition zur höfischen Gesellschaft einer herzoglichen, kurfürstlichen und königlichen Residenzstadt seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts formiert hat.

Mit der anschließenden Sanierung des Gsaengertrakts findet eine maßgebliche Ausweitung der Ausstellung "Typisch München!r" statt. Sie erfährt eine sowohl räumlich als auch thematisch nahtlose Fortsetzung im 2. Stockwerk des Gsaengertrakts (bisher Ort von Wechselausstellungen), in den die bislang isolierte Abteilung "Nationalsozialismus in München" integriert wird und die stadtgeschichtlichen Phänomene des 20. und 21. Jahrhunderts ausführlicher ausgebreitet sind.

Urbane Lebenswelten

Der Bereich "Urbane Lebenswelten" steht für Themen, die über eine lokalgeschichtliche Bedeutung hinausreichen und als international relevante Phänomene der Großstadtkultur zu betrachten sind.

Die "Urbanen Lebenswelten" belegen drei Stockwerke des sanierten Gsaengertrakts und sind entsprechend in "Urbane Lebenswelten I (Bildwelten)", "Urbane Lebenswelten II (Lebensräume und Moden)" und "Urbane Lebenswelten III (Vergnügungen und Bühne)" unterteilt.

In den einzelnen Bereichen wird den Besuchern durch festinstallierte Fixpunkte aus den verschiedenen Sammlungsbeständen eine dauerhafte Orientierung im Sinne von Wiedererkennungsmomenten gegeben. Durch ein modulares Bausystem sind in allen Etagen aber wechselnde Präsentationen einzelner Ensembles, ständige Modifikationen und Aktualisierungen gewährleistet.

Zu den wirksamen Neuerungen des Münchner Stadtmuseums gehört nicht nur die Ablösung des bisherigen Spartenmodells durch die thematisch-inhaltliche Gliederung in "Urbane Lebenswelten". Eine entscheidende Verbesserung ist durch einen zugleich räumlichen Zusammenschluss zu erzielen. So sollen die Bereiche "Urbane Lebenswelten II" und "Urbane Lebenswelten III" vom Publikum als ein in sich geschlossener Parcours begehbar sein.

Themenausstellungen und Studioausstellungen

Neben der Ausstellung "Typisch München!" und den "Urbanen Lebenswelten" ist im Münchner Stadtmuseum eine große Themenausstellung zu besichtigen. In diesen Bereichen ist den einzelnen Sammlungen die Möglichkeit gegeben, Themenausstellungen zu veranstalten. Die großen Themenausstellungen finden wie bisher in den Räumlichkeiten des Leitenstorfer- und Hofmann-Trakts statt. Außer der großen Themenausstellungen zeigt das Münchner Stadtmuseum weniger umfangreiche Studioausstellungen, die im Bereich der "Urbanen Lebenswelten", langfristig aber auch im 1. Stockwerk des Grässeltrakts, einzurichten sind.

Forum und Veranstaltungen

Das Forum soll künftig der Ort sein, in dem sich die Münchnerinnen und Münchner mit Themen auseinandersetzen, die als Tagesgespräch von einem besonderen kulturpolitischen und aktuellen Interesse im Kontext urbaner Phänomene sind.

Neben den Ausstellungen soll das flankierende, im Sinne der Aktualität aber auch selbständige Veranstaltungsprogramm insgesamt zu einem Schwerpunkt im öffentlichen Auftritt des Münchner Stadtmuseums werden. Es verfügt über mehrere potentielle Veranstaltungsorte, deren Programm künftig zentral koordiniert und beworben wird:

- Forum
- Veranstaltungssaal
- Innenhof Gsaengertrakt (open air, "Stadtmuseumssommer")
- Innenhof Zeughaus
- Veranstaltungsbühne als integraler Bestandteil der "Urbanen Lebenswelten III"
- Foyer
- Kino

Service-Einrichtungen

Das gesamte Erdgeschoss des Gsaenger-, Grässel- mit Leitenstorfertrakts und des Marstalls steht künftig dem Besucherservice zur Verfügung:

- Foyer mit Kasse und Garderobe / Schließfächern
- Museumsshop
- Sanitäre Einrichtungen
- Pausen- / Ruhezonen
- Multifunktionsräume für Vermittlung und Veranstaltungen
- Café

2003

10. Dezember 2003 – Beschluss der Vollversammlung des Stadtrats zur Neukonzeption des Münchner Stadtmuseums in einer öffentlichen Sitzung

Auf der Grundlage des Symposiums vom 14. Februar 2003 werden dem Stadtrat Überlegungen zur Neukonzeption des Münchner Stadtmuseums, insbesondere die Neukonzeption der Abteilung Stadtgeschichte / Stadtkultur als Pilotprojekt zur Entscheidung vorgetragen. Dies bezieht sich auch auf die notwendigen baulichen Maßnahmen und die Beauftragung eines externen Gutachtens.

2002

6. Juni 2002 – Beschluss des Kulturausschusses

Die Neukonzeption des Münchner Stadtmuseums steht im Rahmen eines Reformprozesses, der im Jahr 2002 vom Kulturausschuss des Münchner Stadtrats, vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und vom Münchner Stadtmuseum selbst in Gang gesetzt wurde. Der Kulturausschuss beschließt am 6. Juni 2002 ein Hearing zum Thema "Konzepte für Kommunale Museen von morgen" abzuhalten.

 

2015

31. Juli - 13. September 2015 – Präsentation der Vorschläge der Architekturbüros

Im Saal des Münchner Stadtmuseums werden die fünf am besten geeigneten Lösungsvorschläge der teilnehmenden Architekturbüros in einer Präsentation den Besuchern vorgestellt.

2014

14. März 2014 – Das Vergabeverfahren für Architektenleistungen beginnt

Für die Neukonzeption des Münchner Stadtmuseums werden in einem Vergabeverfahren für Architektenleistungen Lösungen gesucht. Europaweit können Architekturbüros an dem Verfahren teilnehmen und ihre Vorschläge einreichen.

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14. März 2014 – Das Vergabeverfahren für Architektenleistungen beginnt

Der Aufgabenstellung für das Vergabeverfahren für Architektenleistungen wurde im Stadtratsbeschluss vom 19.12.2013 zugestimmt.

Besonders die Veränderungen im städtebaulichen Umfeld und die heutigen konservatorischen Anforderungen an einen Museumsbetrieb erfordern eine Neukonzeption und damit einhergehend eine Neupositionierung des Münchner Stadtmuseums in der Stadtlandschaft. Durch die grundlegende Sanierung und die architektonische Aufwertung des Münchner Stadtmuseums unter Berücksichtigung der vorhandenen historischen Bausubstanz soll die Zukunftsfähigkeit des Münchner Stadtmuseums auf Dauer gesichert werden.

Es sollen Lösungen zur planerischen Umsetzung des vom Münchner Stadtmuseum entwickelten Bedarfs an technischen, funktionalen und architektonischen Anforderungen und Flächen entwickelt und auch (planungs)-rechtliche Möglichkeiten beleuchtet werden. Da sich das Münchner Stadtmuseum innerhalb des Ensembles „Altstadt München“ im Sinne des Denkmalschutzgesetzes befindet und aufgrund der besonderen denkmalpflegerischen Schutzwürdigkeit der Gebäudetrakte wird es ein wesentlicher Bestandteil der Planungsaufgabe sein, die museologischen und stadträumlichen Ziele mit den Belangen des Denkmalschutzes in Einklang zu bringen.

Der soziokulturelle, demographische, städtebauliche und wirtschaftliche Wandel der Stadt soll sich im neu erstellten Konzept des Münchner Stadtmuseums widerspiegeln.

2012

12. Juli 2012 – Beschluss zu den baulichen Veränderungen

Eine umfassende konzeptionelle und strategische Neuausrichtung, wie sie der Kulturausschuss am 8. Dezember 2005 für das Münchner Stadtmuseum beschlossen hat, erfordert auch bauliche Veränderungen mit entsprechenden räumlichen Umsetzungen.

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12. Juli 2012 – Beschluss des Kulturausschusses

Architektur und Städtebau

Eine großzügige Öffnung zum Rindermarkt, interessante Einblicke und neue Wege, wie der anzulegende Durchgang über die Innenhöfe zum St.-Jakobs-Platz, wirken auf Einheimische wie Touristen einladend, wecken Neugierde und tragen gleichzeitig zu Transparenz und Orientierung bei.

Notwendig ist die Verbindung der bestehenden Gebäudeteile, von Zeughaus, Grässel-, Leitenstorfer-, Gsaenger- und Hofmanntrakt sowie des Marstalls zu einem schlüssigen funktionalen Gesamtensemble.

Ein übersichtlich angelegtes Museumsfoyer soll hier als zentrale Verteilerzone zur Erschließung aller öffentlichen Funktionsbereiche fungieren. Durchgängig ist Barrierefreiheit in allen Bereichen des Museums zu gewähren. Eine Optimierung der Nutzung aller vorhandenen Flächen soll erfolgen wie auch eine Verlagerung der Museumslogistik mit dem Ziel einer öffentlichen Nutzung des großen Innenhofes.

Besucherorientierung und Vermittlungsarbeit

Eine zeitgemäße Vermittlungsarbeit am Münchner Stadtmuseum bedarf einer verstärkten Besucherorientierung. Eine effiziente Ausrichtung am Publikum zielt durchgängig auf eine besuchergerechte Orientierung. Mit Angeboten für möglichst viele Zielgruppen – aller Altersstufen - wird sich das Münchner Stadtmuseum als Ort der kulturellen Bildung und Begegnung weiter etablieren. Multiperspektivität und Teilhabe zielen auf eine interkulturelle Öffnung des Museums. Als familienfreundliches Museum liegt besonderes Augenmerk auf einer kindgerechten Gestaltung und Ausstattung. Das Münchner Stadtmuseum öffnet sich verstärkt auch einer besonderen Zielgruppe, Menschen mit Behinderungen.

Inhaltliches Konzept für wechselnde und ständige Ausstellungen

Die Dauerausstellung „Typisch München!“ soll sich in Fortführung des ersten Bauabschnitts nun eingehend vornehmlich dem 20. und 21. Jahrhundert widmen. Der neue Ausstellungsbereich „Münchner Welten“ knüpft an die lokalgeschichtlichen Aspekte von „Typisch München!“ an. Auf der Grundlage der vielfältigen Museumsbestände und vor allem der reichen sowie qualitätvollen Sondersammlungen - wie Fotografie, Mode, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und Wohnkultur - werden jedoch entsprechend eines sammlungsübergreifenden Konzeptes allgemein kulturgeschichtlich interessante Themen ausgebreitet.

Zum zentralen Programmbereich gehört auch das Areal der Wechselausstellungen, neben dem Forum, Veranstaltungssaal und dem Kommunikationsbereich. Das Forum ist ein zentral gelegener Ausstellungs- und Veranstaltungsraum, dessen Nutzung vornehmlich von Aktualität bestimmt ist. In Kooperation mit verschiedenen Partnern können hier Fragestellungen entlang des gesellschaftlichen Diskurses erörtert werden. Das Museum bietet sich somit als Plattform für den Dialog, als Forum für Diskussionsrunden und Präsentationen an.

Ein multifunktionaler Veranstaltungssaal in der Nähe des Foyers ist für unterschiedliche Veranstaltungsformate vorgesehen, wie Eröffnungen, Vorträge, Tagungen, Konzerte oder Theateraufführungen. Zur Logistik und Ausstattung gehören eine praktikable Anlieferung, eine moderne Veranstaltungstechnik, Räumlichkeiten für die Infrastruktur sowie eine Anbindung an die Restauration.

Das neue Leitmotiv des Münchner Stadtmuseums, die Besucherorientierung, findet sich räumlich umgesetzt in einem erweiterten Kommunikationsbereich wieder. Für Jung und Alt konzipiert ist er von Einzelbesucherinnen und Einzelbesuchern im Museumsrundgang wie auch von Kindergärten, Schulklassen oder Seniorengruppen zu nutzen. Ein Erlebnis-Raum steht für zielgruppengerechte Präsentationen, wie Aktiv-Stationen, zur Verfügung. In angegliederten Werkräumen können Gruppen kreativ arbeiten.

Service-Einrichtungen, wie Foyer, Garderobe, Museumsshop und Gastronomie, sind zentral dem Foyer zugeordnet bzw. wegen unterschiedlicher Öffnungszeiten und eigener Anlieferungsmöglichkeiten auch separat zugänglich. Sanitär-Einrichtungen sind an allen Erschließungspunkten und Ebenen im Komplex vorhanden.

Im teilöffentlichen Bereich sind Studien- und Präsenz-Sammlungen anzusiedeln. Mit direkter Anbindung an einen zentralen Studiensaal sind sie einer Fachöffentlichkeit zur Recherche zugänglich, zu wissenschaftlicher oder kommerzieller Nutzung.

Gsaengertrakt: Teil-Neubau oder Sanierung?

Da der nach erheblichen Kriegszerstörungen in den späten 1950er-Jahren durch Gustav Gsaenger geplante und bis 1964 errichtete Teilneubau des Münchner Stadtmuseums eine großmaßstäbliche und in Ihren Detailausbildungen herausragende Architekturleistung des Wiederaufbaus der 1950er-Jahre in München darstellt, wird es also weiterhin wichtiger Bestandteil der gesamten Planungsaufgabe sein, die museologischen und stadträumlichen Ziele mit den Belangen des Denkmalschutzes in Einklang zu bringen.

Weiteres Vorgehen

Ein Lösungsweg um die komplexen Anforderungen innerhalb vorgegebener baulicher Rahmenbedingungen zu bewältigen, lässt sich nur in einem Verfahren entwickeln, das Möglichkeiten für einen intensiven Austausch bei der Konzeptfindung für die technischen und architektonischen Aufgabenstellungen in Verbindung mit den umfangreichen musealen Anforderungen bietet.

Es soll deshalb ein VOF-Verfahren (Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen) mit der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen und jeweiligem Kostenrahmen durchgeführt werden. Dieses Verfahren bietet die Möglichkeit einer intensiven Begleitung des Planungsprozesses für die Konzeptfindung.

2008

Mai - Juli 2008 – Kolloquien zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Gesamtsanierung des Münchner Stadtmuseums

Von Mai bis Juli 2008 finden mit Vertretern des Baureferats, der Stadtkämmerei, des Kulturreferats, des Münchner Stadtmuseums und des dafür beauftragten Architektenbüros Claus + Forster insgesamt drei Kolloquien und Workshops statt, um eine Machbarkeitsstudie für die Gesamtsanierung des Münchner Stadtmuseums vorzubereiten.

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Mai - Juli 2008 – Kolloquien zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Gesamtsanierung des Münchner Stadtmuseums

Ziel der Machbarkeitsstudie war es grundsätzliche Bauaufgaben abzuklären, alle Gebäudeteile unter Berücksichtigung der strukturellen und inhaltlichen Reformen bautechnisch mit den heutigen Erfordernissen abzustimmen sowie das Erscheinungsbild attraktiver zu gestalten.

So behandelten die Kolloquien Themen wie Grundrisse und Flächenverteilung in den einzelnen Gebäudetrakten, die Umsetzung der Neukonzeption unter denkmalschützerischen Gesichtspunkten, die Ausstattung und Sanierung der hauseigenen Werkstätten, die Möglichkeit von neuen Anlieferungswegen, eine Neukonzeption des Veranstaltungssaales, sowie die Beschaffenheit und Gestaltungsmöglichkeiten der Außenfassade.

Die Studie kam zu folgenden grundsätzlichen Ergebnissen:

– Durch die Öffnung des Gebäudes zum Rindermarkt kann der zweite Museumshof zum öffentlichen, urbanen Raum werden. Damit wird eine fußläufige Verbindung zum St.-Jakobs-Platz geschaffen.

– Die derzeitige Tiefgarage kann zu einer Logistikebene umgebaut werden, die eine gut funktionierende Anlieferung in Verbindung mit den Werkstätten und Lagerflächen gewährleistet

– Der Veranstaltungssaal kann räumlich im Gsaengertrakt Oberanger untergebracht werden

– Ein zusammenhängender Rundgang durch die Ausstellungsflächen soll durch Einbau von neuen Verbindungstreppen geschaffen werden

– Die Mehrzahl der technischen Anlagen ist veraltet und müssen größtenteils erneuert werden

– Es wurden alternative Fassadenkonzepte entwickelt, aus denkmalpflegerischer Sicht wird eine Kastenfensterlösung unter Beibehaltung der originalen Stahlfensterprofile empfohlen

 

 

2007

4. April 2007 – Umbau und Sanierung des Zeughaus und des Grässeltrakts

Der Umbau des Münchner Stadtmuseums beginnt bereits im April 2007. Es werden die Ausstellungsbereiche im 1. und 2. Obergeschoss, das Dach und die Fassade des mittelalterlichen Zeughauses und des Grässeltrakts aus dem Jahr 1927 saniert, sowie das Depot der Sammlung Puppentheater / Schausstellerei neu eingerichtet. Das Museum bleibt dennoch für die Besucher geöffnet.

Pressemitteilung

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4. April 2007 – Umbau und Sanierung des Zeughaus und des Grässeltrakts

Sanierung des Daches des Zeughauses, Blick von der Innenhofseite, 2008
Sanierung des Daches des Zeughauses, Blick von der Innenhofseite, 2008
Sanierung des Daches und Dachstuhls des Zeughauses, 2008
Durchbruch in den Moriskensaal der späteren Dauerausstellung "Typisch München!", 2008
Deckendurchbruch im Zeughaus, Befestigung der Flügel des Friedensengels als
Bestandteil der späteren Dauerausstellung "Typisch München!", 2008
 

2004

17. März 2004 – Der Zustand des Münchner Stadtmuseums wird untersucht

Das Baureferat wurde in der Vollversammlung des Stadtrates vom 10. Dezember 2003 beauftragt, in Abstimmung mit Kulturreferat und der Stadtkämmerei den Bauzustand von Zeughaus und Grässeltrakt zu untersuchen und ein Gutachten zu erstellen.

2003

14. Februar 2003 – Fachsymposium zur Zukunft des Münchner Stadtmuseums

Das Fachsymposium „Vielfalt als Konzept. Das Münchner Stadtmuseum als Stadtmuseum der Zukunft“ gilt der Bestimmung des Standorts, den das Münchner Stadtmuseum im kulturellen Gesamtangebot der Landeshauptstadt Münchens augenblicklich darstellt, eingenommen hat und künftig besetzen könnte. Die Frage einer zukünftigen Positionierung stellt sich nicht zuletzt deshalb, weil das Münchner Stadtmuseum als ein in seinen Anbauten weit verzweigtes und in seinen Sammlungen über mehr als hundert Jahre lang gewachsenes Haus heute in seiner Struktur für Außenstehende kaum mehr überschaubar ist.

1999

3. März 1999 – Das Münchner Stadtmuseum meldet beim Baureferat Bedarf zur Instandsetzung des Gsaengertraktes an

Mit der Bedarfsanmeldung von März 1999 meldet das Münchner Stadtmuseum beim Baureferat München die Notwendigkeit einer Instandsetzung des zum Museum gehörenden Gebäudekomplexes Gsaengertrakt an, die im November 1999 von Kulturreferat, Baureferat und Stadtkämmerei in einer verwaltungsinternen Abstimmung genehmigt wird.

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3. März 1999 – Das Münchner Stadtmuseum meldet Bedarf zur Instandsetzung des Gsaengertraktes beim Baureferat an

Das Münchner Stadtmuseum besteht aus sechs Gebäudetrakten, die zu unterschiedlichen Zeiten zwischen 1410 und 1978 erstellt wurden und daher sehr unterschiedliche Bauqualitäten aufweisen.

Das Marstallgebäude wurde 1410 erbaut, ist 1944 durch Bomben zerstört worden und wurde von 1976 bis 1977 nach Plänen der Architekten Hoffmann, Erdle und Wagner wieder errichtet. Der Grässeltrakt wurde in den Jahren 1926 bis 1928 nach Plänen von Hans Grässel erbaut. Der Leitenstorfertrakt wurde in den Jahren 1930 bis 1931 nach Plänen von Hermann Leitenstorfer errichtet.  Der in den Jahren 1959 bis 1964 von Gustav Gsaenger gebaute Gsaengertrakt ist als moderner Stahlskelettbetonbau konzipiert und verfügt über extrem große verglaste Fassadenflächen.

Die in dieser Bauzeit übliche Konstruktion verzichtet vollkommen auf den heute üblichen Standard von bauphysikalischen Vorgaben in Fassade und Dachkonstruktion und hat hier zu erheblichen Bauschäden geführt.

Für den Gesamtkomplex des Gsaengertraktes ist die bauphysikalische Erneuerung von Fassade und Dach erforderlich, sowie der Elektroanlagen.