Kinder / Jugend / Familien

Münchner Filmmuseum Veranstaltung

Dienstag, 18. Juni 2019, 18:30 Uhr

Mama, ich lebe

Konrad Wolf

 

 

Mama, ich lebe

DDR 1977 | R: Konrad Wolf | B: Wolfgang Kohlhaase, nach seinem Hörspiel »Fragen an ein Foto« | K: Werner Bergmann | M: Rainer Böhm | D: Peter Prager, Uwe Zerbe, Eberhard Kirchberg, Detlef Gieß, Donatas Banionis | 103 min | Vier junge deutsche Männer in Uniformen der Roten Armee, bis vor kurzem Soldaten der Wehrmacht, die sich in der Gefangenschaft dazu entschlossen, in ein Antifa-Lager des Nationalkomitees Freies Deutschland zu gehen. Von dort aus wird ihr weiterer Weg an die Front führen: Als Agitatoren sollen sie ihre Landsleute auffordern, den Krieg zu beenden. Wolfgang Kohlhaase: »Konrad Wolf hat sich an die Situation erinnert, in der er im Krieg selber war. Er musste zuweilen deutsche Gefangene verhören. Er befragte sie nach allem möglichen, nach militärischen Dingen, aber auch nach ihrem inneren Zustand, nach ihrer psychischen und politischen Verfassung.« Mit diesem Wissen entsteht ein Psychogramm junger Deutscher, die von der Frage belastet werden, ob sie als Verräter oder als Patrioten handeln. Ihnen allen begegnet Wolf mit verhaltenen Tönen, die seinem Credo entsprechen, keine »exemplarischen Helden zu zeigen, die von einer historischen Mission getrieben sind, von theoretischen Erkenntnissen, revolutionären Zielen in Marsch gesetzt« werden. Es geht stattdessen um das Hervorkehren der Individualität: Die Spannbreite der Gründe für die Jungen reichen vom Wunsch, besser verpflegt zu werden, bis zur Hoffnung, »wiedergutmachen« zu können.

Eintrittspreise 4 € (3 € für MFZ-Mitglieder). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

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