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Münchner Filmmuseum Veranstaltung

Dienstag, 7. Mai 2019, 18:30 Uhr

Der geteilte Himmel

Konrad Wolf

 

 

Der geteilte Himmel

DDR 1964 | R: Konrad Wolf | B: Christa Wolf, Gerhard Wolf, Konrad Wolf, Willi Brückner, Kurt Barthel nach dem Roman von Christa Wolf | K: Werner Bergmann | M: Hans-Dieter Hosalla | D: Renate Blume, Eberhard Esche, Hans Hardt-Hardtloff, Hilmar Thate, Martin Flörchinger | 116 min | Rita bricht zusammen: Ihr Freund Manfred hat die DDR gen Westen verlassen und will nicht mehr zurück. Was ist geschehen? Dieser Frage spürt Christa Wolf in ihrer Erzählung »Der geteilte Himmel« nach. Konrad Wolf entscheidet sich bereits für eine Adaption, als das Buch erst im Manuskript vorliegt. Ihn interessieren nicht so sehr die Fakten der »Republikflucht«, sondern »die tieferen Ursachen, die nur auf einen äußeren Anlass warten, der die Kurzschlusshandlung auslöst«. So gerät der Film zur kritischen Bestandsaufnahme von Heuchelei, Misstrauen, Intoleranz, Selbstisolation. Der DDR-Gesellschaft und ihren Dogmen wird ein Spiegel vorgehalten – immer in der Hoffnung, die Verhältnisse verbessern zu können. »Tauwetter«-Kino aus Babelsberg, mit dem moralistischen Anspruch, »die Realität überzeugend zu zeigen, um dadurch den Menschen klarzumachen, wie die Probleme zu lösen sind, damit sie Vertrauen zur Kunst und zur Gesellschaft bekommen« (Wolf). Zugleich betritt Wolf ästhetisches Neuland. Gegenwärtiges und Vergangenes fließen ineinander über; Personen treten in reale und fiktive Dialoge; Gegenstände erhalten metaphorische Bedeutung. Rezensenten betonen die Verwandtschaft zur Nouvelle Vague, zu den Assoziationstechniken und surrealistischen Brechungen etwa bei Alain Resnais.

Eintrittspreise 4 € (3 € für MFZ-Mitglieder). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

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