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Münchner Filmmuseum Veranstaltung

Donnerstag, 13. Juni 2019, 19:00 Uhr

Rainer Werner Fassbinders »Lola«
Lola

Aufbruch ins Jetzt

Zu Gast: Harry Baer, Isolde Barth

 

 

Rainer Werner Fassbinders »Lola«

Harry Baer spricht über die Entstehung von Fassbinders LOLA, anschließend liest er zusammen mit Isolde Barth Szenen aus dem Drehbuch.

Lola

BRD 1981 | R: Rainer Werner Fassbinder | B: Pea Fröhlich, Peter Märthesheimer, Rainer Werner Fassbinder | K: Xaver Schwarzenberger | M: Peer Raben | D: Barbara Sukowa, Armin Mueller-Stahl, Mario Adorf, Matthias Fuchs, Helga Feddersen, Karin Baal, Ivan Desny, Elisabeth Volkmann, Hark Bohm, Rosel Zech, Christine Kaufmann, Harry Baer, Isolde Barth | 115 min | »Ein neuer, hochmoralischer Baudezernent wird ins nordbayerische Städtchen Coburg versetzt und gefährdet das Zusammenspiel von Macht, Lüge und Profit, in dem der Ort sich eingerichtet hat. Zentrum seines ehrlichen Begehrens ist Marie-Louise alias Lola, Besitzerin des örtlichen Puffs, das als heimlicher Treffpunkt der Oberschicht dient. Rainer Werner Fassbinder verschränkt den Kitsch mit der Kunst: LOLA, in Bonbonfarben leuchtende Schreckenskomödie über den Geist der Adenauerzeit, ist der höchste Gipfel seiner kunstfertigen Analysen deutscher Geschichte. Eine Vivisektion der kapitalistischen Banalität, inszeniert mit scharfer Brillanz und weitem Ausdrucksspektrum: echte Gier, halbechte Zartheit, unechte Schönheit. Überschäumendes Kino über die Zeit der Repression.« (Christoph Huber) »Ich glaube nicht, dass der Märthesheimer und die Fröhlich an eine Komödie gedacht hatten. Mir ist aber sehr schnell klar geworden, es muss eine Komödie sein, auch wenn es eine böse Geschichte, eine schwarze Komödie ist. Es gibt da also einen Bauunternehmer, der will verdienen – das ist sein gutes Recht. Es gibt da ein Mädchen, das möchte nicht nur bezahlt werden, sondern auch zu den Kapitalisten gehören. Und es gibt dazu einen Baudezernenten, der von seiner moralischen Haltung her das simple kapitalistische Prinzip ablehnt, dem aber klar wird, dass der Aufbau dieses Landes ohne dieses Prinzip nicht möglich ist. Er hat gleichsam eine liberal-sozialdemokratische Haltung. Er denkt, sie würde sich letztlich wieder auffangen lassen, diese Form von Politik. Am Schluss – wie immer das mit seiner privaten Katastrophe gelaufen ist – weiß er, dass er diese Art von Gesellschaftspolitik, die er zunächst nur zeitweilig unterstützen will, nicht wird aufhalten können. So, wie es dann ja auch geschehen ist. Die Sozialdemokraten haben sich mit ihrer Entscheidung, eine bürgerliche Partei zu werden, diesem kapitalistischen Prinzip ergeben.« (Rainer Werner Fassbinder)

Eintrittspreise 5 € (4 € für MFZ-Mitglieder). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

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Vorführzeiten
Dienstag / Mittwoch / Freitag / Samstag / Sonntag 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Montag keine Vorstellung
Bei Überlänge gelten geänderte Vorführzeiten!

Eintrittspreise
Regulär 4 €
Mitglieder des MFZ 3 €
Aufschlag bei Überlänge oder Sonderveranstaltungen 1 € / 2 €

Rollstuhlfahrer / Hörgeschädigte
Das Kino im Untergeschoss ist über einen Aufzug für Rollstuhlfahrer zugänglich. Die Behindertentoilette befindet sich im Untergeschoss neben dem Kinoeingang. Der Kinosaal ist mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet. Der Empfang ist auf den Plätzen am Anfang und am Ende der Sitzreihen am besten.

Programmheft
Das gedruckte Programmheft mit ausführlichen Angaben zu den Filmen ist im Filmmuseum erhältlich.

Sie können das Programmheft und den Spielplan auch herunterladen:
PDF Heft 36 (28. Februar - 28. Juli 2019)
PDF Heft 36 Kalenderübersicht

Alle Termine und Filmtexte für Kalender-Apps als webcal (stetig aktualisiert) oder als statischer iCal.
Anleitung bei Problemen mit Google Kalender

Jubiläumsbroschüre (Hg. MFZ 2013)
PDF 50 Jahre Filmmuseum

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Fabian Schauren, E-Mail