Open Scene

Die Termine der „Open Scene“ am Donnerstag sind teilweise für aktuelle Sonderveranstaltungen reserviert. Das Programm wird spätestens etwa eine Woche vorher festgelegt und in den Schaukästen an der Kinokasse, über den Film-Newsletter, auf Facebook, auf Twitter, durch Ankündigungen in der Tagespresse und hier auf dieser Homepage bekannt gegeben.


Doublefeature mit Julie Adams am Do 14.2.19 um 19.00 Uhr

Am 3. Februar 2019 ist die amerikanische Schauspielerin Julie Adams mit 92 Jahren in Los Angeles verstorben. Aus diesem Anlass zeigen wir in der nächsten „Open Scene“ am Donnerstag, 14.2.19 um 19.00 Uhr zwei Genrefilme aus den 1950er Jahren, mit denen sie bekannt wurde: den Western BEND OF THE RIVER von Anthony Mann und den Horrorfilm CREATURE FROM THE BLACK LAGOON in 3D.

Bend of the River (Meuterei am Schlangenfluss)
USA 1952 | Regie: Anthony Mann | Buch: Borden Chase | Darsteller: James Stewart, Arthur Kennedy, Julie Adams, Rock Hudson, Laurie Nelson | 91 min | englische Originalfassung

Es ist der zweite Western von insgesamt fünf, die Anthony Mann mit James Stewart in der Hauptrolle gedreht hat. James Stewart führt als Trapper Glyn McLyntock einen Treck von Siedlern über den gefahrvollen Pass nach Oregon. Als die Familien von seinem Partner Garret, einem ehemaligen Pferdedieb, ihrer Lebensmittelvorräte beraubt werden, muss McLyntock Position beziehen. Julie Adams spielt Laura Baile, die Tochter des Treckchefs, die bei einem Angriff der Indianer von einem Pfeil verletzt wird. Anthony Mann inszenierte an Originalschauplätzen in Oregon atemberaubende Szenen beim gefährlichen Durchqueren von Flüssen und Felsschluchten und beim Kampf der Siedler gegen Indianer und Banditen.

Creature from the Black Lagoon (Der Schrecken vom Amazonas)
USA 1954 | Regie: Jack Arnold | Buch: Harry Essex, Arthur Ross | Kamera: William E. Snyder | Darsteller: Richard Carlson, Julie Adams, Richard Denning, Antonio Moreno, Whit Bissell | 79 min |Originalfassung | 3D

Der wohl bekannteste 3D-Klassiker der 1950er Jahre handelt von einem prähistorischen Fischmenschen, den Wissenschaftler in einer Lagune am Amazonas entdecken und zu fangen versuchen. Julie Adams wurde berühmt in der Rolle als Assistentin des wissenschaftlichen Leiters, Kay Lawrence, in die sich das Wesen verliebt. Das B-Picture war am Ende von Hollywoods erster 3D-Welle ein unerwarteter Erfolg und zog einige Fortsetzungen nach sich. Das schwarzweiße Original besticht noch heute durch effektvolle Unterwasseraufnahmen und den Charme der in Monsterphantasien ausgelebten sexuellen Subtexte.

am 21.2. um 19.00 Uhr: FATA MORGANA und DER PAPIERHUT – zum 80. Geburtstag von Jörg Schmidt-Reitwein

Jörg Schmidt-Reitwein bei den Dreharbeiten zu DER PAPIERHUT

Am 21.2.2019 wird der Kameramann Jörg Schmidt-Reitwein 80 Jahre alt. Wer einmal mit ihm arbeitete, der wollte ihn nicht mehr gehen lassen: zwölf Filme fotografierte er allein für Herbert Achternbusch, zwanzig für Werner Herzog. Seinen 80. Geburtstag begeht er im Filmmuseum, bei der „Open Scene“ am 21. Februar um 19 Uhr, mit zwei Filmen aus unterschiedlichen Phasen seiner Karriere.

Jörg Schmidt-Reitwein und der Filmemacher La Van Phuong sind zu Gast!

Chiec Non Giay (Der Papierhut)
Deutschland 1995 | Regie + Buch: La Van Phuong | K: Jörg Schmidt-Reitwein | M: Norbert J. Schneider | D: Can Cuong, Yen Chi, Trong Hai, Nguyen Van Phuong, Vo Hieu Thuan | 21 min | OmU
Vietnam während des Krieges. Der siebenjährige Thong verkauft täglich Zigaretten auf der Brücke. Trotz der wiederholten Zusicherung seiner Mutter, dass sein Vater im Krieg gefallen sei, glaubt Thong fest daran, daß sein Vater eines Tages zurückkehren wird. Gemäss der Tradition werden die Gräber der Toten jedes Jahr hergerichtet. Man bringt Opfergaben, verbrennt Geld und Kleidung aus Papier für die Toten im Jenseits. Dies ist auch der Tag, an dem es den Toten erlaubt ist, die Unterwelt zu verlassen und bei den Lebenden zu weilen.

Fata Morgana
BRD 1971 | Regie + Buch: Werner Herzog | K: Jörg Schmidt-Reitwein | M: Blind Faith, The Third Ear Band | Mit: Lotte Eisner (Stimme), Eugen Des Montagnes, James William Gledhill, Wolfgang von Ungern-Sternberg | 76 min
„Kühle, dokumentarische Bilder aus der Sahara unterfüttern einen grotesken Schöpfungs-mythos. Jede Einstellung ist zweischneidig – harte Realität und surrealistische Fantasie zugleich –, und so gewinnen schlichte Flugzeuglandungen durch neun, zehn Wiederholungen spirituellen Symbolgehalt, wirken gleichzeitig banal und geheimnisvoll. Tödliche Langeweile oder Faszination – für mich ist es Herzogs interessantester Film.“ (Dave Kehr)
Die Schöpfungsmythen der Maya rezitiert Herzogs verehrte Mentorin, die Filmhistorikerin Lotte Eisner.
„Vor 50 Jahren gedreht – das war der Film, mit dem ich zum director of photography wurde.“ (Jörg Schmidt-Reitwein)

Der Papierhut
Fata Morgana

 

 

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Sie können das Programmheft und den Spielplan auch herunterladen:

PDF Heft 36 (28. Februar - 28. Juli 2019)
PDF Heft 36 Kalenderübersicht

PDF Heft 35 (6. September 2018 - 27. Februar 2019)
PDF Heft 35 Kalenderübersicht
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