No Secrets! Bilder der Überwachung

John Cazale und Gene Hackman in Francis Ford Coppolas THE CONVERSATION (1974)

Die im Münchner Stadtmuseum und in der ERES-Stiftung ab dem 24. März 2017 stattfindende Ausstellung »No secrets! – Bilder der Überwachung« nimmt sich eines emotional und kontrovers diskutierten und unseren Alltag zunehmend prägenden Themas an. Seien es die unter dem Mantra der »Sicherheit« Daten generierenden Geheimdienste, die KI-Algorithmen neuer »Big-Data«-Technologien oder die simple Datennutzung in unserem virtuellen Alltag – die Grenzenlosigkeit der Möglichkeiten scheint wie die Datenströme selbst kaum mehr fassbar. Gleichzeitig wird jedoch auch die zunehmende Grenzenlosigkeit möglichen Missbrauchs durch Überwachung immer deutlicher.

Fokussiert die Ausstellung diese Problematik über zeitgenössische Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Video, Malerei, Plakat und Installation, bietet das Filmmuseum über eine die Ausstellung begleitende Filmreihe eine zusätzliche Option an, sich diesem brisanten Komplex anzunähern. Eine Option, die umso wichtiger ist, als die Beziehung zwischen dem Kino und der Thematik »Überwachung« so alt ist wie das Kino selbst und mit einem historischen Blick auch deutlich wird, dass unsere gegenwartszentrierten Ängste alles andere als originär sind.

Von Beginn an war es das Ziel des Kinos Bewegung aufzuzeichnen, beliebig wiederholbar und damit analysierbar zu machen. Die Filme der Brüder Lumière sind dafür exemplarisch. Sie hielten das »Alltägliche« und »Gewöhnliche« fest; das bisher »Unbeachtete« erlangte plötzlich Bedeutung. In LA SORTIE DES USINES LUMIÈRE (1895) beobachtet Louis Lumière durch seine Kamera nicht nur als Filmemacher, sondern auch aus der Position des Fabrikbesitzers Arbeiter beim Verlassen seiner Fabrik. Sein Interesse, über seine Arbeitnehmer Bescheid zu wissen, scheint in unseren mediengeschulten Augen vielleicht banal und alltäglich, kann aber durchaus als frühes Beispiel für Überwachung am Arbeitsplatz interpretiert werden.

Weiter im Text von Axel Timo Purr und zum Artikel-PDF mit Film- und Termininformationen (24. März bis 12. April 2017)

Die Termine und Inhalte der Reihe für Kalender-Apps

"Nineteen Eighty-Four" (1984) von Michael Radford

Filmmuseum München

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Vorführzeiten:
Dienstag / Mittwoch / Freitag / Samstag / Sonntag 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Montag keine Vorstellung
Bei Überlänge gelten geänderte Vorführzeiten!

Eintrittspreise
Regulär 4 €
Mitglieder des MFZ 3 €
Aufschlag bei Überlänge oder Sonderveranstaltungen 2 €

Rollstuhlfahrer / Hörgeschädigte
Das Kino im Untergeschoss ist über einen Aufzug für Rollstuhlfahrer zugänglich. Die Behindertentoilette befindet sich im Untergeschoss neben dem Kinoeingang. Der Kinosaal ist mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.

Programmheft
Das gedruckte Programmheft mit ausführlichen Angaben zu den Filmen ist im Filmmuseum erhältlich.

Sie können das Programmheft und den Spielplan auch herunterladen:
PDF Heft 32, Februar bis Juli 2017
PDF Kalenderübersicht bis Juli 2017
alle Termine und Inhalte für Kalender-Apps (ICS, 322 KiB)

PDF Heft 31 (September 2016 bis Februar 2017)
PDF Kalenderübersicht (bis Februar 2017)

Jubiläumsbroschüre (Hg. MFZ 2013)
PDF 50 Jahre Filmmuseum

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Fabian Schauren, jugendschutz@kommunale-kinos.de