Internationale Stummfilmtage

Raritäten, Klassiker und neue Restaurierungen

DIE SCHWALBE UND DIE MEISE (Belgien 1924) von André Antoine

Das Filmmuseum München beginnt sein neues Programm traditionsgemäß mit einer Auswahl von seltenen und neu rekonstruierten Stummfilmen aus dem Programm der »Bonner Stummfilmtage«, des größten deutschen Stummfilmfestivals. Zur Aufführung gelangen die besten Fassungen der jeweiligen Filme, oft wertvolle Unikate, für die namhafte Stummfilmmusiker*innen neue Musikbegleitungen ausarbeiten und live einspielen. Die einzelnen Filme werden ausführlicher auf der Website der Bonner Veranstaltung (www.internationalestummfilmtage.de) und in einem Programmheft vorgestellt, das an der Kinokasse ausliegt. Die Auswahl für das Programm des Filmmuseums konzentriert sich auf Raritäten, die in München lange nicht mehr oder noch nie zu sehen waren. Es sind Filme aus verschiedenen Ländern und Kontinenten, die die Vielfalt und hohe Qualität des Stummfilmschaffens dokumentieren. Oft sind die vorgestellten Fassungen das Ergebnis aufwändiger Restaurierungsarbeiten der Filmarchive, die in der Fédération Internationale des Archives du Film (FIAF) zusammengeschlossen sind und mit denen das Filmmuseum in regem Kontakt steht.

In diesem Jahr sind mehrere Eigenrekonstruktionen des Filmmuseums dabei, so auch ein Film, der in der Filmgeschichtsschreibung oft übersehenen Pionierin Alice Guy, der bis heute einzigen Frau, die von 1911 bis 1914 in Amerika ein eigenes Filmstudio leitete und bei mehreren Hundert Filmen selber Regie führte. CUPID AND THE COMET ist eine Komödie, die eine einfache Geschichte erzählt, in der eine selbstbewusste junge Frau im Mittelpunkt steht, die ihren Willen durchsetzt. Die legendäre Komödie THE BATTLE OF THE CENTURY mit Stan Laurel und Oliver Hardy wurde um neu gefundene Sequenzen ergänzt und ist nun nahezu vollständig. Zum bizarren sowjetischen Animationsfilm INTERPLANETARISCHE REVOLUTION und zu G.W. Pabsts wiederentdecktem Meisterwerk ABWEGE, dessen Kameranegativ erhalten geblieben ist und die Grundlage für die digitale Restaurierung war, hat die Münchner Komponistin Masha Khotimski zwei ungewöhnliche Musikbegleitungen komponiert, die sie im Filmmuseum persönlich vorstellen wird. Alle anderen Filme werden von bewährten Stummfilmpianisten live am Flügel begleitet, die unserem Publikum vertraut sind: Richard Siedhoff (Weimar), Joachim Bärenz (Oberhausen), Günter A. Buchwald (Freiburg) und Masako Ohta (München). Die Aufführung der vom Filmarchiv Austria erstellten neuen Fassung von DIE STADT OHNE JUDEN findet in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum München statt.

Stefan Drößler

Zum Programm-pdf der Filmreihe (6. bis 12. September 2018)

Neue Restaurierung: ABWEGE (D 1928) von G.W. Pabst

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Filmmuseum München

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Vorführzeiten
Dienstag / Mittwoch / Freitag / Samstag / Sonntag 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
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Eintrittspreise
Regulär 4 €
Mitglieder des MFZ 3 €
Aufschlag bei Überlänge oder Sonderveranstaltungen 1 € / 2 €

Rollstuhlfahrer / Hörgeschädigte
Das Kino im Untergeschoss ist über einen Aufzug für Rollstuhlfahrer zugänglich. Die Behindertentoilette befindet sich im Untergeschoss neben dem Kinoeingang. Der Kinosaal ist mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.

Programmheft
Das gedruckte Programmheft mit ausführlichen Angaben zu den Filmen ist im Filmmuseum erhältlich.

Sie können das Programmheft und den Spielplan auch herunterladen:
PDF Heft 35 (6. September 2018 - 27. Februar 2019)
PDF Heft 35 Kalenderübersicht

Anleitung bei Problemen mit Google Kalender

Jubiläumsbroschüre (Hg. MFZ 2013)
PDF 50 Jahre Filmmuseum

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