Frank Wisbar

Seine Kriegsfilme der 1950er Jahre

Klaus Kanzog, der im November 2016 seinen 90. Geburtstag feierte, gilt als einer der wichtigen Impulsgeber der Filmwissenschaft in Deutschland. Seine neue Studie über militärische Leitbilder im westdeutschen Spielfilm der 1950er Jahre reiht sich in die zahlreichen jüngeren Publikationen zum Nachkriegsfilm ein. Kanzog konzentriert sich auf Filme, deren filmischer Diskurs sich unmittelbar auf die öffentlichen Diskussionen über die militärische Verteidigungsbereitschaft und soldatische Ehre während und kurz nach der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik bezog, [darunter] vier Filme von Frank Wisbar, HAIE UND KLEINE FISCHE (1957), HUNDE WOLLT IHR EWIG LEBEN (1959), FABRIK DER OFFIZIERE (1960) und NACHT FIEL ÜBER GOTENHAFEN (1960). Seine Analysen sind dabei nicht rein phänomenologisch fundiert. Vielmehr setzt Kanzog die Filme und ihre Roman- oder Drehbuchvorlage mithilfe vieler Quellen in Bezug zueinander und dokumentiert die damit verbundenen Auseinandersetzungen in zeitgenössischen Briefwechseln von Fachleuten und Zeitzeugen. Insbesondere die Briefe der an der Katastrophe von Stalingrad beteiligten Wehrmachtsgeneräle, die im Militärarchiv des Bundesarchivs erhalten sind, ergeben ein facettenreiches Bild der komplizierten Interessenkonflikte, denen HUNDE WOLLT IHR EWIG LEBEN und der Versuch ausgesetzt waren, ein möglichst authentisches Bild der Kämpfe um Stalingrad zu zeichnen. Dabei fokussiert Kanzog auf die Darstellung soldatischer Leitbilder und die Verhandlung der grundsätzlichen Frage der militärischen Verteidigungsbereitschaft. Zugleich geht er auf die Problematik der Faktizität der dargestellten Sachverhalte im Spannungsfeld künstlerischer Freiheit ein.

Fabian Schmidt

Zum Programm-pdf der Filmreihe (14. bis 18. September 2018)

HUNDE WOLLT IHR EWIG LEBEN (1959)

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