Film und Psychoanalyse

»Räume«

Maria Schneider und Marlon Brando in Bernardo Bertoluccis ULTIMO TANGO A PARIGI (»Der letzte Tango in Paris«, 1973)

In einem Alltagsverständnis haben auch wir Menschen des 21. Jahrhunderts eine naive, »absolute« Raumauffassung, d.h. der Raum ist für uns nur eine unhinterfragte Randbedingung des Inhaltes, den er umfasst. Doch schon die philosophische Phänomenologie analysiert Formen des Erlebens von »Raum«.

Was macht dieses Thema für eine Filmbetrachtung interessant? Was zunächst banal erscheint, dass sich im Film meist Personen durch Räume bewegen, sich darin treffen, Umgebungen unterschiedlich erleben und auf sie reagieren, erweist sich in den Filmen dieser Reihe als in besonderer Weise mit Bedeutung aufgeladen. Der vorgeführte Raum ist hier eine Bedingung für die Entwicklungen der Filmfiguren, Ausdruck einer psychischen Verfassung oder Metapher für einen Seelenzustand. Räume können z.B. Geborgenheit vermitteln, versprechen, repräsentieren – oder für Verlorenheit, Vergeblichkeit und Bedrängnis stehen.

Die enge Verbindung, das Abbildungsverhältnis und die wechselseitige Beeinflussung zwischen Räumen der Außenwelt, wie sie der Film konstituiert, und den seelischen Innenräumen der Protagonisten wollen wir in dieser Reihe näher untersuchen.

Corinna Wernz

Mehr zu den Filmen und Terminen der Reihe (19. März bis 18. Juni 2017)

Nach oben

Filmmuseum München

Kartenvorbestellungen nur telefonisch unter Tel. 089-233-96450

Büro: Tel. 089-233-22348
E-Mail: filmmuseum(at)muenchen.de

facebook

twitter

Vorführzeiten:
Dienstag / Mittwoch / Freitag / Samstag / Sonntag 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Montag keine Vorstellung
Bei Überlänge gelten geänderte Vorführzeiten!

Eintrittspreise
Regulär 4 €
Mitglieder des MFZ 3 €
Aufschlag bei Überlänge oder Sonderveranstaltungen 2 €

Rollstuhlfahrer / Hörgeschädigte
Das Kino im Untergeschoss ist über einen Aufzug für Rollstuhlfahrer zugänglich. Die Behindertentoilette befindet sich im Untergeschoss neben dem Kinoeingang. Der Kinosaal ist mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.

Programmheft
Das gedruckte Programmheft mit ausführlichen Angaben zu den Filmen ist im Filmmuseum erhältlich.

Sie können das Programmheft und den Spielplan auch als pdf-Datei herunterladen:
Heft 32 (Februar bis Juli 2017)
Kalenderübersicht (bis Juli 2017)

Heft 31 (September 2016 bis Februar 2017)
Kalenderübersicht (bis Februar 2017)
Sämtliche Termine und Inhalte für Kalender-Apps (ICS, 365 KiB)

Jubiläumsbroschüre (Hg. MFZ 2013)
50 Jahre Filmmuseum

Zur Sammlung

Jugendschutzbeauftragter:
Fabian Schauren, jugendschutz@kommunale-kinos.de