Figurentheater

Münchner Filmmuseum Veranstaltung

Sonntag, 7. Juli 2019, 21:00 Uhr

Hick's Last Stand

Herbert Achternbusch

 

 

Hick‘s Last Stand

Deutschland 1990 | R+B: Herbert Achternbusch | K: Cordula Smolka, Herbert Achternbusch | D: Herbert Achternbusch | 79 min | »Achternbusch trägt weiße Cowboystiefel, und unter seinem schwarzen Hut hängen weiße Papierservietten heraus wie die Locken eines orthodoxen Juden. Hier, wo sich Hick mit seinen zwei Plastiktüten anschleicht, ist Außenseitergebiet. Er sieht aus wie Karl May als Penner, wie der allerletzte Old Shatterhand. Auf keinen Fall wolle er ein Bleichgesicht sein, sagt Hick: ›Ja, ich bin Rassist, ich hasse die Weißen und bin nicht länger ihr Tanzbär.‹ Das schreibt er an die ferne Geliebte, die in diesem Film nicht mehr Susn, sondern Mary heißt. Eine schöne Szene: Hick, abseits der befahrenen Highways, zwischen baumhohen Kakteen. Schüsse peitschen die Luft. Das road movie ist der motorisierte Western. Auf den Trucks reiten die Trucker-Cowboys. Hick führt uns wie durch den Wilden Westen durch die Filmgeschichte. Die Kamera dreht sich um sich selbst, der Kreis schließt sich: Wolken, weißblauer Himmel, Berge wie in Bayern und Bisons statt Milchkühe. Ein Raubvogel schwebt über Hicks Kopf, Erinnerung an tote Indianer, an die Zeit, bevor die Reservate kamen und die Welt eng wurde. ›To make a last stand‹ heißt ›sich ein letztes Mal aufbäumen‹. Achternbuschs neuer Film ist eine Meditation. Es gibt keine Dialoge mehr, nur noch letzte Bilder und letzte Briefe an Mary, gelesen von Herbert Achternbusch.« (Helmut Schödel)

Eintrittspreise 4 € (3 € für MFZ-Mitglieder). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

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