Open Scene

Some of the dates for “Open Scene” Thursdays are reserved for current events. The program is finalized no later than eight days ahead of time and posted in the display cases by the cinema cashier, in the film newsletter, on Facebook and Twitter, on this website, and also published in daily newspapers.

 

Zum Hispanistentag: "Eine Perle Ewigkeit" von Claudia Llosa am Do 30.3.17 um 19.00 Uhr in der "Open Scene"

(c): Neue Visionen

Im Rahmen des XXI. Deutschen Hispanistentages des Romanischen Instituts an der LMU München zeigen wir in der nächsten „Open Scene“ am Donnerstag, 30. März 2017 um 19.00 Uhr den Spielfilm "La teta asustada" (Eine Perle Ewigkeit) der peruanischen Regisseurin Claudia Llosa (geb. 1976), die sich darin zum zweiten Mal filmisch mit der indigenen Kultur der Quechua in Peru auseinandersetzt.

"La teta asustada" (Eine Perle Ewigkeit)
Peru 2009 – Regie + Buch: Claudia Llosa – Kamera: Natasha Braier – Musik: Selma Mutal – Darsteller: Magaly Solier, Susi Sánchez, Efraín Solís, Marino Ballón – 94 Minuten – spanisch-quechuanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

"La teta asustada" handelt von der marginalisierten und ausgegrenzten Lebenssituation der indigenen Bevölkerung in der peruanischen Hauptstadt Lima. Nach einem alten peruanischen Mythos übertragen jene Mütter, die einst Leid und Schmerz erfahren haben, die Krankheit der Angst an ihre Töchter. Die junge Fausta lebt mit ihrer Mutter bei der Familie des Onkels in einer der barriadas an den steilen Berghängen um Lima. Sie leidet am Trauma der Mutter, das diese bei Vergewaltigungen erfahren hatte, und versucht sich davor zu schützen, indem sie sich eine Kartoffel in die Vagina einpflanzt.

Wie Fausta nach dem Tod der Mutter nun zaghaft Wege aus dem Leben im Zeichen der Angst sucht und trotz neuerlicher Demütigungen als Hausmädchen bei einer weißen Pianistin im reichen Teil Limas doch wieder Hoffnung schöpfen kann, zeigt Llosas Film mit einem hervorragenden Gespür für eine von Angst und Scheu sensibilisierte Wahrnehmung in einer oft sehr abweisenden Umgebung. Weniger durch artikulierte Sprache, vielmehr durch Gesten und Blicke und vor allem durch das Singen der von der Mutter an sie weitergegebenen traditionellen Melodien des Quechua-Volkes weiß sie sich auszudrücken und eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Das Drama nahm als erster peruanischer Film an der Berlinale teil und gewann 2009 den Goldenen Bären.
Einführung: Dr. Wolfgang Lasinger (Romanisches Institut der LMU)

(c): Neue Visionen

Munich Film Museum

Ticket reservations
By telephone only: +49-(0)89-233-96450

Screenings
Tue/Wed/Fri/Sat/Sun 6.30 p.m. and 9.00 p.m.
Thu 7.00 p.m.
Monday: No screenings
Screening times may change if the film exceeds standard duration

Ticket prices
Regular tickets €4.00
Members of Münchner Filmzentrum €3.00
Supplement for very long films or special events €2.00

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