leere Kinostuhlreihen aus rotem Stoff von hinten

Henrik Ibsen

Henrik Ibsen and the German NS-film

 Screening calendar

Der NS-Film, orchestriert von Propagandaminister Joseph Goebbels, beschäftigt seit nunmehr fast einem Jahrhundert Historiker, Medientheoretiker, Filmemacher und die Öffentlichkeit. Die Nationalsozialisten traten mit dem Anspruch an, die Gesellschaft grundlegend zu verändern; Filme sollten diese Transformation beschleunigen. Für den britischen Historiker Richard J. Evans hatte die nationalsozialistische Revolution dabei eher kulturelle als soziale Ziele: »Vor allem aber wollten Hitler und die Nazis eine Veränderung im Geist der Menschen, in ihrer Denkweise und in ihrem Verhalten. Sie wollten einen neuen Mann, und übrigens auch eine neue Frau, die aus der Asche der Weimarer Republik hervorgehen sollten.« Die Nationalsozialisten betrachteten Kunst im Allgemeinen und Film im Besonderen nach dem Trauma des Ersten Weltkrieges als geeignete Mittel, die ständig apostrophierte »Volksgemeinschaft « zu heilen. Das Ergebnis dieser Verbindung von Kunst und Politik halten viele Beobachter für das dunkelste Kapitel der Filmgeschichte überhaupt. »Niemals zuvor und in keinem anderen Land«, schrieb Wim Wenders, »ist so gewissenlos mit Bildern und der Sprache umgegangen worden wie hier, nie zuvor und nirgendwo sind diese so sehr zum Transport von Lügen erniedrigt worden.«

Wie unter anderem Eric Rentschler angemerkt hat, bestand eine bekannte Strategie der Nazis darin, einen greifbaren Feind in der Gestalt des »Juden« zu konstruieren, was ihnen ermöglichte, ein ideales Selbst durch ein negatives Bild zu definieren. Dieser Gegentypus war allgegenwärtig in Filmen des »Dritten Reiches«, entweder direkt –- oder indirekt in inferentielleren Formen antisemitischer Repräsentation. Weniger bekannt ist, dass die Nationalsozialisten zugleich auch einen Idealtypus in der Gestalt des norwegischen Bauern schufen, mit Henrik Ibsens Peer Gynt als seinem emblematischsten Ausdruck. Ibsens Stück erlangte in Deutschland eine außerordentlich große Popularität, nachdem es 1912 von Dietrich Eckart übersetzt worden war.

All films are shown in their original language. Subtitling is designated as follows: 

OF = Original version, not subtitled 
OmU = Original version with German subtitles 
OmeU = Original version with English subtitles 
OmfU = Original version with French subtitles 
OmÜ = Original version with German translation

Please refer to the German program for details.


Plan Your Visit

Opening hours

Interim exhibition What the City. Perspectives of Munich in the former armory
Tuesday – Sunday 11am – 7pm
Free Admission

Filmmuseum München – Screenings
Tuesday / Wednesday 6.30 pm and 9 pm
Thursday 7 pm
Friday / Saturday 6 pm and 9 pm
Sunday 6 pm

The rest of the museum is currently closed due to the general refurbishment.

Getting here

S/U-Bahn station: Marienplatz
U-Bahn station: Sendlinger Tor
Bus 52/62 stop: St.-Jakobs-Platz

Contact

St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Phone +49-(0)89-233-722370
E-Mail stadtmuseum(at)muenchen.de
E-Mail filmmuseum(at)muenchen.de

Cinema ticket reservation Phone +49-(0)89-233-724150

Information to Von Parish Costume Library in Nymphenburg