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Münchner Filmmuseum Veranstaltung

Sonntag, 19. Januar 2020, 17:30 Uhr

Thelma & Louise

Film und Psychoanalyse

Einführung: Andreas Hamburger, Vivian Pramataroff-Hamburger

 

 

Thelma & Louise

USA 1991 | R: Ridley Scott | B: Callie Khouri | M: Hans Zimmer | D: Susan Sarandon, Geena Davis, Harvey Keitel, Michael Madsen, Brad Pitt | 129 min | OmU | Zwei Freundinnen fahren im Thunderbird zum Angeln. Als ein Mann versucht, Thelma zu vergewaltigen, erschießt Louise ihn, und beide fliehen Richtung Mexiko. Auf der Flucht werden sie ausgeraubt, überfallen einen Laden, nach ihnen wird gefahndet. Der Schluss ist bekannt: Zwei glorreiche Halunkinnen fliegen über den Grand Canyon. Ein Durchbruch war THELMA & LOUISE allemal. Zum ersten Mal waren zwei Frauen auf einem Roadtrip, ohne sich gleich wieder an Männer zu binden; zum ersten Mal waren sie die lustvollen Outlaws, während die Männer, auf Nebenrollen verwiesen, das statische Element vertreten; und zum ersten Mal hinterfragte ein Publikumsfilm mit seinen kräftig gezeichneten Buddy-Charakteren die von der feministischen Filmkritik schon längst kritisierten Rollenstereotypen. Auch im Elfenbeinturm der Psychoanalyse war der Film ein Durchbruch: Plötzlich waren Filme zur weiblichen Entwicklung Mainstream-Thema. Auf Publikum wie Kritik wirkte der Film deutlich polarisierend. Er inszeniert Wunsch- und Angstphantasien, Mütterlichkeit und Adoleszenz, Sexualität und Freundschaft.

Eintrittspreise 5 € (4 € für MFZ-Mitglieder). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

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