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Münchner Filmmuseum Veranstaltung

Sonntag, 28. Oktober 2018, 17:30 Uhr

The Night of the Hunter (Die Nacht des Jägers)

Film und Psychoanalyse

Einführung: Irmgard Nagel, Corinna Wernz

 

 

The Night of the Hunter (Die Nacht des Jägers)

USA 1955 | R: Charles Laughton | B: James Agee, nach dem Roman von Davis Grubb | K: Stanley Cortez | M: Walter Schumann | D: Robert Mitchum, Shelley Winters, Lillian Gish, Billy Chapin, James Gleason | 92 min | OF | Am Ohio River, während der großen Depression der 1930er Jahre, jagt der psychopathische Wanderprediger und Frauenmörder Harry Powell 10.000 Dollar hinterher, die bei einer Witwe versteckt sind. Die verstörenden und dann wieder poetischen Nachtszenen, die in ihrer kontrastreichen Beleuchtung an expressionistische Filme und Scherenschnittfilme von Lotte Reiniger erinnern, untermalen den Widerspruch zwischen unbeschwerter Kindlichkeit und brutalem Verbrechen, Erlösungssehnsucht aus sozialer und seelischer Not und verlogen hochstaplerischem Menschenfischen im erzählerischen Gewande der Psychopathie. Nacht und Tag fungieren nicht als ins Bild gesetzte Metaphern von Gut und Böse; die grausame, beängstigende, aber auch märchenhafte und surreale Optik und Semantik rücken den Film in die Nähe des Film noir.

Eintrittspreise 4 € (3 € für MFZ-Mitglieder). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

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