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Münchner Filmmuseum Veranstaltung

Freitag, 26. Januar 2018, 18:30 Uhr

Tagebuch einer Verlorenen

G.W. Pabst

 

Tagebuch einer Verlorenen

Deutschland 1929 | R: G.W. Pabst | B: Rudolf Leonhard, nach dem Roman von Margarete Boehme | K: Sepp Allgeier | D: Louise Brooks, Edith Meinhard, Vera Pawlowa, Josef Roveský, Fritz Rasp, Arnold Korff | 109 min | »Der Roman von Margarete Boehme lebt von dem Stoff, aus dem das Melodram ist. Pabst macht aus diesem Stoff ein ›Anti-Melo‹, in dem er bei dem Ablauf der Story bleibt, ihren einzelnen Stationen aber eine andere Interpretation durch die Heldin gibt. Thymian erfährt vom Tod ihres Kindes? Ein Lächeln huscht über ihr Gesicht, als Zeichen der Erleichterung: Sie ist frei. Thymian sucht Zuflucht im Bordell? Keine Gewissensbisse, keine Schuldgefühle. Sie strahlt. Sie gibt sich dem ›Laster‹ mit einem glückstrahlenden Gesicht hin. Für diese junge Frau haben die moralischen Kategorien, die das Lebensblut jedes Melodrams sind, keine Bedeutung. Das wahre Ende hätte die explosive Wirkung des Films noch verstärkt: Thymian kehrt allen bürgerlichen Konventionen den Rücken und wird selbst Chefin eines Bordells. Es wäre die letzte Konsequenz aus Pabsts anti-bourgeoiser, quasi-anarchistischer Moral gewesen.« (Joe Hembus)

Eintrittspreise 6 € (5 € für MFZ-Mitglieder). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

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