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Münchner Filmmuseum Veranstaltung

Sonntag, 28. Januar 2018, 17:30 Uhr

Sleuth (1 Mord für 2)

Film und Psychoanalyse

Einführung: Vivian Pramataroff-Hamburger

 

Sleuth (1 Mord für 2)

GB 2007 | R: Kenneth Branagh | B: Harold Pinter, nach dem Stück von Anthony Shaffer | K: Haris Zambarloukos | M: Patrick Doyle | D: Michael Caine, Jude Law, Harold Pinter | 88 min | OmU | Das Remake der 35 Jahre älteren Erstfassung von Joseph L. Mankiewicz, in dem Michael Caine die Rolle des Liebhabers und Laurence Olivier den betrogenen Starautor spielte, ist vordergründig ein Männerdrama. Der junge arbeitslose Schauspieler Milo besucht den berühmten Schriftsteller Wyke in seinem computergesteuerten Haus. Als Lover von Wykes Ehefrau verlangt er die Scheidung. Zwischen den beiden Männern beginnt ein Spiel in drei Akten. Auf der Leinwand sind nur die großartigen männlichen Hauptdarsteller zu sehen. Es entsteht Nähe und heimliche Anziehung zwischen den Rivalen, gesteigert bis zum sadomasochistischen Duell. Unterhalb der Handlungsebene zeigen Signale der Bild- und Raumstruktur jedoch: Das Drama wird von der Präsenz einer unsichtbaren, potenten Dritten getragen. Der Film umspielt und verdreht Gender- und Generationsgrenzen und stellt die Identifikationen der Zuschauerin, des Zuschauers auf den Kopf. Wer ist die umkämpfte Frau, wer der eindringende Voyeur? Wer ist der Gewinner (wenn es einen gibt)?

Eintrittspreise 4 € (3 € für MFZ-Mitglieder). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

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