Sonderausstellungen
Vorschau

10.06. – 25.09.2016
FORUM 040: Samuel Henne – „musée imaginaire“
In seinen fotografischen Arbeiten entfaltet Samuel Henne (*1982) einen Dialog zwischen Fotografie und Skulptur und thematisiert hierbei vielschichtig das Spannungsverhältnis von Fläche und Raum. In seinen Werkreihen erschafft der Künstler skulpturale Inszenierungen, deren Konstruktionen erst durch das Arrangement im fotografischen Bild vollendet werden.


16.09.2016 – 15.01.2017
Shoot! Shoot! Shoot! Fotografien der 60er und 70er Jahre aus der Nicola Erni Collection
Die Ausstellung mit circa 200 Fotografien aus der Nicola Erni Collection gibt Einblicke in die Welt der Kunst, Musik, Mode und des Films in den 60er und 70er Jahren in New York, London und Paris. Von Andy Warhols Factory, Truman Capote, den Rolling Stones, Twiggy bis zu Romy Schneider reicht das Panorama einer turbulenten, heute legendären Epoche. Die Fotografien stammen von Diane Arbus, Richard Avedon, Robert Mapplethorpe, Irving Penn, Gary Winogrand, Helmut Newton, Ron Gallela, David Bailey, Jeanloup Sieff, Bert Stern, Fred McDarrah u.v.a.


14.10.2016 – 15.01.2017
FORUM 041: K49814 – Atmen ohne Pause
Basierend auf dem gleichnamigen Buch, dokumentiert die fotografische Arbeit „Atmen ohne Pause“ die Alltäglichkeit der Tötung von Tieren und ihrer Verwertung. Entgegen bekannter Schockfotografien verweigern sich diese behutsam gestalteten schwarz-weiß Aufnahmen jedoch jeglicher Plakativität. In ihren bis in die Abstraktion reichenden Bildern, schildert die Fotografin, die unter dem Pseudonym K49814 arbeitet, nicht nur die verborgenen Prozesse der Fleischindustrie, sondern fragt gleichermaßen wie sich unser Verhältmis zum Leben artikuliert.


ab April 2017
Adolphe Braun – ein Fotografenunternehmen des 19. Jahrhunderts
Der Franzose Adolphe Braun (1812-1877) zählt zu den erfolgreichsten Fotografen im Europa des 19. Jahrhunderts. Als ausgebildeter Zeichner arbeitete er zunächst für die elsässische Textilindustrie, bevor er sich 1854 der Fotografie zuwandte. Mit einer mehr als 300 Aufnahmen umfassenden Serie von Blumenstillleben gelang ihm 1855 auf der Pariser Weltausstellung der künstlerische Durchbruch. Die weit verbreiteten Aufnahmen dienten Textilgestaltern im Second Empire als Vorlagen und waren wegen ihrer meisterhaften Komposition auch als Studien für Dekorationsmaler und Zeichner beliebt. Ab 1860 fotografierte Braun mit seiner großformatigen Kamera die alpinen Landschaften und Städte der Schweiz, die gelegentlich vom Maler Gustave Courbet als Vorlagen für Gemälde verwendet wurden. Neben Tierstudien, Architektur- und Landschaftsdarstellungen konzentrierte sich Braun auf die Kunstreproduktion. Als erster offizieller Fotograf erhielt er die Erlaubnis für drei Jahrzehnte die Kunstwerke des Louvre zu reproduzieren. Das Unternehmen Braun galt als führend in der Wiedergabe der Tonwerte von Werken der Malerei, Skulptur und Grafik, wie Beispiele aus den bekanntesten europäischen Kunstmuseen in Wien, Florenz, London oder Dresden veranschaulichen.
Die Ausstellung präsentiert erstmals sämtliche Tätigkeitsfelder Adolphe Brauns anhand von ca. 200 Originalaufnahmen und Gemälden des 19. Jahrhunderts von Gustave Courbet, Henri Fantin-Latour oder Jules Médard.