14.06. - 14.07.2013
FORUM 029: Andrea Diefenbach – Land ohne Eltern
Andrea Diefenbach (*1974) beleuchtet in ihrer Serie 'Land ohne Eltern' die Lebenssituation von Arbeitsmigranten aus Moldawien. Ihre Fotografien verdeutlichen geradezu schmerzhaft die Distanz zwischen zwei räumlich voneinander getrennten Welten: die der in der Heimat zurückgelassenen Kinder und jene der Eltern in der Ferne.
21.06. – 15.09.2013
Sehnsucht nach dem Wilden Westen. 100 Jahre Münchner Cowboy Club
Anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Cowboy-Club-München 1913 e.V. (CCM) zeigt das Münchner Stadtmuseum eine kleine Sonderausstellung.
Als ältester Cowboy Club Münchens und auch Deutschlands wurde der Verein 1913 durch Fred Sommer, den Vater von Sigi Sommer, mit dem Ziel gegründet, das Leben der Cowboys und Indianer an die Isarmetropole zu bringen. Originalgetreue Kostüme und das Erlernen von handwerklichen Fähigkeiten waren seither bestimmend für die Vereinsgeschicke, die sie anfänglich als Teilnehmer von Faschingsumzügen präsentieren konnten. Seit der Grundsteinlegung des Saloons im Jahr 1961 hat der CCM sein Vereinsheim auf städtischem Grund in Thalkirchen in der Zentralländstraße, das seinerzeit mithilfe amerikanischer Soldaten kultiviert wurde. Die Ausstellung nimmt jung und alt auf eine spannende Reise zu den Cowboys und Indianer an der Isar und deren Vereinsgeschichte mit.
19.07 – 27.10.2013
Harry Callahan – eine Retrospektive
Harry Callahan (1912-1999) gilt als einer der innovativsten und einflussreichsten Fotografen der amerikanischen Fotografie des 20. Jahrhunderts. Indem er die abstrakten Tendenzen der "New Vision" in lyrischer Weise erweiterte, überwand er die vorherrschende Ästhetik des Realismus. Callahans facettenreiches fotografisches Werk, das in einer Periode von fast 60 Jahren entstand, wird in der Retrospektive in einer Auswahl von 250 Exponaten vorgestellt. Zu den Motiven, die Callahan im Alltagsleben fand, zählen Ansichten von Schaufenstern, Straßenzügen und Gebäuden oder Aufnahmen vorübergehender Passanten. Außerdem werden die Porträtserien von Mitgliedern der Familie und Motive von den Reisen aus Europa, Nordafrika und Südamerika zu sehen sein.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit den Deichtorhallen Hamburg.
02.08. – 15.09.2013
FORUM 030: Andréas Lang
Andréas Lang begibt sich auf die Spuren seines Urgrossvaters, der vor rund 100 Jahren in der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun Expeditionen durchführte. Ausgangspunkt bilden historische Materialien und eigene Recherchen. Langs Fotografien begehen einen Grenzbereich zwischen Realität und Imagination, in der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen. Der Fotograf zeigt eine Auswahl seiner ersten Reise 2012 in den Norden Kameruns und den angrenzenden Tschad.
11.10. – 17.11.2013
FORUM 031: Stephan Sahm – Romantisch. Eine Straße
Wenn imposante Kulissen auf vierspurige Schnellstraßen treffen: Stephan Sahm (*1971) hat für seine Serie die 'Romantische Straße' fotografiert, die 1950 als Magnet für ausländische Touristen gegründet wurde. Seine Bilder zeigen Streckenabschnitte zwischen Idylle und Tristesse – eine Straße geprägt von regionaler Kultur, architektonischer Austauschbarkeit und kommerzieller Nutzung.
16. – 27.10.2013
Internationales Figurentheaterfestival „über.leben“ 2013
Dieses Mal sind Inszenierungen eingeladen, die sich mit Geschichte befassen: mit der großen Weltgeschichte, ausgehend von der kleinen privaten – und mit der Konstruktion von Geschichte selbst. Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf Inszenierungen aus und über Afrika. Die Aufführungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder zeigen eine große formale Bandbreite: Vom Schattentheater zum Mix aus Papiertheater und Projektion, vom Objekttheater zu hyperrealistischen Figuren. Das Festival findet in Kooperation mit der SchauBurg – Theater der Jugend und dem Verein Kultur und Spielraum statt.
16.10.2013 – Ende 2014
Geschnitztes Schweigen – Afrikanische Figuren in einer künstlerischen Installation
50 afrikanische Theaterfiguren der Sammlung Puppentheater/Schaustellerei, vorwiegend aus Mali und Nigeria, werden erstmalig ausgestellt. Die ästhetischen und politischen Hintergründe dieser Figuren sind ein Ausgangspunkt des Reflexionsprozesses der beiden kuratierenden Künstlerinnen Pélagie Gbaguidi (Senegal/Belgien) und Stefanie Oberhoff (Stuttgart), die auch die Problematik der Existenz dieser Objekte in einer europäischen Sammlung einbeziehen werden.
16.10.2013 – 1.12.2013
FotoDoks 2013: Stranger World
Das Andersartige, Fremde, Unbekannte fasziniert, zieht an und will betrachtet werden. Seit der frühen ethnografischen Fotografie sind die Dokumentaristen die reisenden Entdecker, die Geschichtensucher und -erzähler einer immer verrückter und befremdlicher werdenden Welt. Auch die aktuelle Dokumentarfotografie scheint magisch angezogen von gesellschaftlichen Außenseitern, von unkonventionellen Lebensformen, entfernten Ländern und Kulturen. Durch die ausschnitthafte und konzentrierte Wiedergabe der Wirklichkeit, sowie durch die idealisierende und stilisierende Fotografie des aktuellen Technikfetischismus entsteht der Eindruck einer absurden, überperfekten Welt, die sich immer weiter von der individuell erfahrenen Realität zu entfernen scheint.
Mit der Partnerregion “Der Norden” beleuchtet FotoDoks in diesem Jahr die “Stranger World” der aktuellen Dokumentarfotografie und zeigt fotografische Positionen aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Schweden und dem deutschsprachigen Raum.
Weitere Informationen zum Festival (15. – 19.10.2013) unter www.fotodoks.de
25.10.2013 – 23.02.2014
freedom roads! Koloniale Straßennamen und postkoloniale Erinnerungskultur.
Europas Stadtlandschaften sind geprägt von Spuren der Kolonialvergangenheit, Straßennamen erinnern bis heute an einst eroberte Gebiete und ehren koloniale Akteure. In den letzten Jahren haben sich mehr und mehr europäische Initiativen auf lokaler Ebene für eine kritische Auseinandersetzung mit diesen kolonialen Bezeichnungen engagiert. Die Ausstellung thematisiert den langen Weg der ehemals deutschen sog. „Schutzgebiete“ in Afrika von der Kolonisierung über den Widerstand bis zu ihrer Befreiung. Biografien namengebender Kolonialakteure werden ebenso vorgestellt wie der Kampf afrikanischer Menschen gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Erniedrigung. Die Präsentation dokumentiert auch die lokalpolitische Debatte in München sowie die Straßenumbenennungsinitiativen konkret vor Ort. Münchner Lokalgeschichte wird im globalen Kontext reflektiert. Eine Ausstellung von Berlin Postkolonial e.V. mit HMJokinen, Christian Kopp.
29.11.2013 – Mai 2014
Hermann Landshoff – Retrospektive
Die Retrospektive von Hermann Landshoff stellt erstmals das Werk des aus München stammenden Mode- und Portraitfotografen aus. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung zur Emigration gezwungen lebte Landshoff von 1933 bis 1939 in Paris, um anschließend nach New York überzusiedeln, wo er ab 1941 äußerst erfolgreich für die Illustrierten „Harper’s Bazaar“ und „Mademoiselle“ arbeitete. Neben seinen Modeaufnahmen, die eine Generation von Fotografen wie Richard Avedon maßgeblich beeinflusst haben, wird in der Ausstellung erstmals der einzigartige Portraitzyklus der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts zu sehen sei, den Landshoff zwischen 1945 und 1955 geschaffen hat. Andere Bildnisse zeigen Albert Einstein, Karl Valentin, Eva Hesse und den Kreis der Surrealisten von Max Ernst bis Marcel Duchamp in New York.