Sonderausstellungen
Vorschau

24.04. – 02.08.2015
Franz Josef Strauß. Die Macht der Bilder
Kaum ein deutscher Bundespolitiker der Nachkriegszeit findet bis heute so sehr das öffentliche und mediale Interesse wie Franz Josef Strauß. Von seinen Freunden vergöttert, von seinen Gegnern verdammt, polarisierte er wie kein Zweiter. Im Jahr 2015 hätte Strauß seinen 100. Geburtstag begangen. Dieses Jubiläum nimmt das Münchner Stadtmuseum zum Anlass, dem streitbaren CSU-Politiker eine Kabinettausstellung zu widmen, die seine Darstellung in unterschiedlichen Bildmedien beleuchtet. Anhand von Fotografien, Plakaten, Zeitschriften und Filmdokumenten werden die Strategien seiner medialen Darstellung wie auch der visuellen Demontage aufgezeigt. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei den gestalterischen Mitteln zu, mit denen die inhaltlichen Aussagen transportiert werden. An ihnen lassen sich exemplarisch Fragen der Wirkungsästhetik und politischen Ikonografie behandeln, die weit über die Person Strauß hinausreichen.


12.06. – 30.08.2015
FORUM 036: Monika Höfler – Russischer Sommer
Weder die Musik, noch die Literatur oder der Wodka sind die größte kulturelle Errungenschaft Russlands – sondern die Datscha. Jedes Jahr am 9. Mai brechen die russischen Familien zu ihren Sommerhäuschen auf und genießen die kurze Zeit der geistigen und materiellen Freiheit. Im August 2012 verbrachte Monika Höfler (*1977) zwei Wochen in den Datschensiedlungen in der Umgebung der russischen Stadt Kasan an der Wolga. Die dort entstandene Serie zeigt eine heitere und sorglose Seite Russlands, die vielen im Westen fremd ist. Das Häuschen im Grünen ist eine Rückzugsmöglichkeit, fernab von Politik, Urbanisierung, Korruption und Kapitalismus. Geld spielt hier nur eine untergeordnete Rolle: Oligarchen leben neben Familien denen das Nötigste zum Leben fehlt.


17.07.2015 – 10.01.2016
„Das habe nur ich!“ Über Sammellust und Liebhabereien
Die Ausstellung zeigt Motive aus Wohnungen, in denen Sammler ihrer Lust frönen. Anhand von 44 Ausstellungseinheiten erlebt der Besucher Situationen der Sammellust. In historischen Vitrinen, die zum Teil in eine gesamte Möbelgarnitur eingebunden sind, werden Gläser, Keramiken, Nippes, Bronzen, bibliophile Kostbarkeiten, Tafelschmuck, Besteck, Tierplastiken, Erotika, 1950er Jahre Wohnaccessoires und vieles andere mehr vorgestellt. Jeder Objektgruppe liegt eine Sammelleidenschaft zugrunde, die auch theoretisch hinterfragt wird.


31.07. – 27.09.2015
New York Times Sepp Werkmeister
Der gebürtige Münchner Sepp Werkmeister hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einen Namen als einer der führenden Jazzfotografen in Deutschland erworben. Sämtliche Größen von Louis Armstrong über Ella Fitzgerald, Oscar Peterson oder Miles Davis hat er in München, New York und auf internationalen Festivals in einfühlsamen Schwarzweiß-Aufnahmen portraitiert. Völlig unbekannt geblieben sind hingegen seine New York-Straßenbilder aus den 1960er und 1970er Jahren, die faszinierende Einblicke in das Alltagsleben der amerikanischen Metropole gewähren. Das ganze Panorama der New Yorker Stadtgesellschaft hat Werkmeister mit seiner Rolleiflex-Kamera abgebildet: Den Müll, die Gestrandeten und Obdachlosen auf der einen, die Reichen und nach der jüngsten Mode gestylten Bewohner auf der anderen Seite.
Die Ausstellung zeigt erstmals circa 120 Aufnahmen aus dem Archiv des Fotografen.


18.09. – 22.11.2015
FORUM 037: Marc Beckmann – Die Jahrestage
Die Kabinettausstellung präsentiert Marc Beckmanns Langzeitprojekt „Die Jahrestage“. Seit 2004 beobachtet der Berliner Fotograf nationale und internationale Gedenktage, wie die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau, der Prager Frühling, das Massaker von Srebrenica, die Ägyptische Revolution. Dabei spielt der geschichtliche Hintergrund des Erinnerns nur eine untergeordnete Rolle. Diese Ereignisse, die unsere Welt verändert und unsere Weltanschauung geprägt haben, sind heute Teil unserer gemeinsamen Geschichte. Sie haben uns gelehrt was Freiheit, Tyrannei und Unterdrückung bedeuten.


25.09.2015 – 29.05.2016
Gretchen mag's mondän – Damenmode der 1930er Jahre
Sportlich und lässig, aber auch glamourös und mondän – so sah international die Damenmode der Dreißiger Jahre aus. Das Gretchen-Klischee der NS-Zeit fand in Deutschland nur bedingt Raum, denn auch hier waren Frauen sehr wohl an Mode und Schminke aus Paris interessiert – in Sachen Mode herrschte zwischen Theorie und Praxis daher oftmals eine tiefe Kluft. Zur Distanzierung vom Ausland wurden von der Partei deutsche Kreationen gefordert: Modeschaffen unter dem Argusauge der NSDAP wurde hier zum Drahtseilakt. Abendroben, Alltagsmode, Negligés und Sportkleidung sowie zahlreiche Accessoires machen in der Ausstellung die Vielfalt der Bekleidungsstile der Dreißiger Jahre deutlich. Zudem lassen Modejournale, Fotografien, Grafik und Plakate den damaligen Zeitgeist wieder aufleben.


14.10. – 25.10.2015
Internationales Figurentheaterfestival "große KLEINE Welt"
Das internationale Figurentheaterfestival lädt ca. 20-25 Inszenierungen ein, die unsere Welt im Kleinen abbilden, mit ganz unterschiedlichen thematischen und ästhetischen Voraussetzungen. Die Festival-Installation "Heureuses Lueurs - Allusions Optiques" ( Glückliche Lichter - Optische Andeutungen) des französischen Künstlers Flop Lefebvre eröffnet eine magische Welt der Lichter und Projektionen.


14.10.2015 – 10.01.2016 // (Festival 13.-18.10.2015)
FotoDoks 2015: Past is Now
Gemeinsam mit der Partnerregion Ex-Jugoslawien reflektiert FotoDoks den Status Quo und das Potential des Gestern im Heute. Sowohl in die Geschichte Ex-Jugoslawiens, als auch Deutschlands ist die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit eingeschrieben: vor 20 Jahren hat das Friedensabkommen von Dayton den Krieg in Bosnien und Herzegowina beendet und markiert damit eine der wichtigen historischen Eckdaten zwischen den Jugoslawienkriegen und der sukzessiven Unabhängigkeit der einzelnen Teilrepubliken. Während hier Ländergrenzen neu gezogen wurden, hat man in Deutschland mit der Wiedervereinigung vor 25 Jahren eine Grenze aufgehoben. Diese beiden Wendepunkte geben Anlass, um sowohl über sich verändernde Territorien, Nachbarschaften und Identitäten, als auch über Zeit, individuelle Erzählungen und kollektive Geschichte nachzudenken. Wie kann Vergangenes in neue Prozesse einbezogen werden? Wie hält die aktuelle dokumentarische Fotografie Erinnerungen in Bewegung?