Sammlung Valentin-Karlstadt

Die Sammlung Valentin-Karlstadt ist Eigentum der Landeshauptstadt München und ist dem Münchner Stadtmuseum zugeordnet. Geleitet wird das Valentin-Karlstadt-Musäum im Tal 50, von Sabine Rinberger. Andreas Koll betreut die Sammlung für das Münchner Stadtmuseum.

Die Sammlung im Valentin-Karlstadt-Musäum wurde von Hannes König, dem Gründer des Musäums, zusammengetragen. Nach seinem Tod 1989 vermachte er diese der Landeshauptstadt München. Seither gehört sie zum Sammlungsbestand des Münchner Stadtmuseums. Die Sammlung umfasst zahlreiche Dokumente, Fotos, Alben, Plakate und Presseausschnitte zu Karl Valentin und Liesl Karlstadt sowie zu den Münchner Volkssängern. Aber auch Unerwartetes lässt sich hier entdecken.

Allein die Postkartensammlung besteht aus etwa 80 000 Postkarten zu unterschiedlichen Themenbereichen. Hinzu kommen eine Fülle von Noten der Münchner Volkssänger, Liedtexte, Tonträger und Programme, Zeitungsausschnitte, Briefe, Plakate, Fotos, Teile der Volkssängersammlung von Karl Valentin und fünf Bühnenalben aus dem Nachlass Liesl Karlstadts.

Darüber hinaus befinden sich im Archiv des Valentin-Karlstadt-Musäums einige Nachlässe und Deposita von Mitarbeitern Karl Valentins (z.B. von Josef Rankl und Ludwig Greiner) und Münchner Volkssängern und Volkssängerinnen wie Seffi Braun, Georg Blädel, Konrad Dreher oder Michl Lang sowie ein großer Teil des Nachlasses von Hannes König, dem Erfinder des Valentin-Musäums und Begründer der „Münchner Volkssängerbühne“. So sind hier auch hierzu Dokumente, Texthefte und Programme archiviert. Zur Artistenloge „Sicher wie Gold“ finden sich hier u.a. Protokollbücher und Urkunden.

Liesl Karlstadt und Karl Valentin als Musical-Clowns in ihrer Szene „Der verhexte Notenständer“ 1936
Karl Valentin und Liesl Karlstadt in ihrer Szene „Tingel-Tangel, Theater in der Vorstadt“ am 16. Dezember 1916 im Annenhof.
Der Münchner Volkssänger August Junker als „Schöner Kare“, Postkarte um 1910
Christian Boltanski: Photo des Saynétes Comiques „La Visite du Docteur“, 1974
Plakat zu Karl Valentins Szene „Sturzflüge in den Zuschauerraum“ von Ludwig Greiner, um 1915
Liesl Karlstadt bei ihrem ersten Bühnenengagement in der Original Dachauer Bauernkapelle des Adalbert Meier, 1910
Begräbnis der Pferdebahn 14. 8. 1900, Postkarte
Rotgardist, Aquarell von Heinrich Kley, 10. November 1918

Eine Sammlung zur Münchner Kleinkunst der 1970er Jahre bis heute ist derzeit im Aufbau.

Neben Dokumenten und Fotos zur Münchner Stadtgeschichte beherbergt die Sammlung auch zahlreiche Graphiken und Zeichnungen, wie etwa Originalzeichnungen von Heinrich Kley, entstanden an den ersten Tagen der Münchner Revolution im November 1918.

Der zeitgenössische französische Künstler Christian Boltanski machte 1993 im Valentin-Karlstadt-Musäum eine Ausstellung seines Frühwerks der 1970er Jahre, die er komplett dem Musäum schenkte.

Betreut wird die Sammlung von der Betreiberin des Valentin-Karlstadt-Musäums Sabine Rinberger und von Andreas Koll vom Münchner Stadtmuseum.