Open Scene

Die Termine der "Open Scene" am Donnerstag sind teilweise für aktuelle Sonderveranstaltungen reserviert. Das Programm wird spätestens acht Tage vorher festgelegt und in den Schaukästen an der Kinokasse, über den Film-Newsletter, auf Facebook, auf Twitter, durch Ankündigungen in der Tagespresse und hier auf dieser Homepage bekannt gegeben.


HÄNDE ÜBER DER STADT von Francesco Rosi am Do 29.1.15 um 19.00 Uhr

Die nächste „Open Scene“ am Donnerstag, 29.1.2015 um 19.00 Uhr ist dem italienischen Regisseur und Drehbuchautor Francesco Rosi gewidmet, der am 10. Januar 2015 in Rom mit 92 Jahren verstorben ist. Wir zeigen seinen Spielfilm LE MANI SULLA CITTÀ (HÄNDE ÜBER DER STADT) über die Baumafia in den italienischen Vorstädten, für den er 1963 den Goldenen Löwen in Venedig gewann.

Rosi drehte zwischen den 1950er und 1990er Jahren 20 Spiel- und Dokumentarfilme, anfangs im Stil des Neo-Realismus, wobei viele Filme um die Mafia kreisen, wie WER ERSCHOSS SALVATORE G? (1962), mit dem er berühmt wurde. Ende der 1970er Jahre entwickelte Rosi einen eher poetischen Stil mit der Literaturverfilmung CHRISTUS KAM NUR BIS EBOLI (1979) oder der Opernverfilmung CARMEN (1984) mit Julia Migenes und Plácido Domingo in den Hauptrollen.

LE MANI SULLA CITTÀ (HÄNDE ÜBER DER STADT) – Italien 1963 – Regie: Francesco Rosi – Buch: Francesco Rosi, Raffaele La Capria – Kamera: Gianni di Venanzo – Darsteller: Rod Steiger, Salvo Randone, Guido Alberti, Angelo d'Allessandro, Carlo Fermariello – 105 min – italienische Originalfassung mit englischen Untertiteln

Der rücksichtslose Landentwickler und anerkannte Stadtrat Edoardo Nottola nutzt seinen politischen Einfluss, um für sich persönlich große Gewinne aus Bauprojekten in den Vorstädten herauszuschlagen. Als plötzlich und ohne Vorwarnung eines seiner Wohnprojekte einstürzt, gerät Nottola zunehmend in die Kritik. Der ihm ebenbürtige Stadtrat De Vita, Mitglied in der Kommunistischen Partei, leitet einen strengen Untersuchungsausschuss, der die Verbindungen von Nottola und dem tragischen Unfall beweisen sollen. Rosi enthüllt in seinem Film das Versagen des demokratischen Systems in Italien, das in den Sog einer allgemeinen Korruption geraten ist, am Beispiel der Boden- und Bauspekulation. Die Kamera von Gianni di Venanzo beeindruckt mit klar gestalteten Bildern, die die Stadt und den Menschen in eine besondere Beziehung zueinander setzen.

 

 

 

THE TIME MACHINE mit Rod Taylor am Donnerstag, 5.2.15 um 19.00 Uhr

In der nächsten „Open Scene“ am Donnerstag, 5.2.2015 um 19.00 Uhr zeigen wir den amerikanischen Science-Fiction-Film THE TIME MACHINE von George Pal, mit dem kürzlich verstorbenen Rod Taylor in der Hauptrolle.

THE TIME MACHINE (DIE ZEITMASCHINE)
USA 1960 – Regie: George Pal – Buch: David Duncan, nach dem Roman von H. G. Wells – Darsteller: Rod Taylor, Alan Young, Yvette Mimieux, Sebastian Cabot, Tom Helmore –  104 Minuten – englische Originalfassung

Die „Mutter aller Zeitreisefilme“: Im Jahr 1899 konstruiert der Londoner Wissenschaftler George eine Maschine, mit der er in die Zeit reisen kann. Auf dem Weg in die Zukunft erlebt er im Schnelldurchlauf die beiden Weltkriege und wird 1966 mit einer atomaren Apokalypse konfrontiert, der er durch eine weitere Flucht nach vorn entkommt. Im Jahr 802.701 stößt er auf eine atavistische menschliche Zivilisation, die sich in Elois und Morlocks aufteilt. Die Eloi sind sanfte Paradiesbewohner, die Morlocks unter der Erde hausende Ausbeuter und Kannibalen. Doch die Unterdrückten wagen einen Aufstand.

THE TIME MACHINE ist gleichzeitig eine Zeitreise in die Vergangenheit der Filmtechnik. 1961 gewann der Film für seine damals einzigartigen Spezialeffekte – ganz ohne computergenerierte Bilder – einen Oscar. Für den Australier Rod Taylor (geb. 1930) zählte die Produktion neben THE BIRDS (1963) von Alfred Hitchcock zu den Höhepunkten seiner Karriere. 2009 hatte er mit 79 Jahren seinen letzten Filmauftritt als Winston Churchill in INGLOURIOUS BASTERDS von Quentin Tarantino.

 

 

Achtung: Terminänderung!

Die im Programmheft ausgedruckte "Open Scene" mit dem Film Hořící keř(Burning Bush - Die Helden von Prag) | 206 min |OmeU | findet eine Woche früher, am Donnerstag, 12.2.2015 um 19.00 Uhr statt.

Die "Open Scene" am 19.2.15 wird noch bekanntgegeben.


 

 

 

 

Filmmuseum München

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Eintrittspreise
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Rollstuhlfahrer / Hörgeschädigte
Das Kino im Untergeschoss ist über einen Aufzug für Rollstuhlfahrer zugänglich. Die Behindertentoilette befindet sich im Untergeschoss neben dem Kinoeingang. Der Kinosaal ist mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.

Programmheft
Das gedruckte Programmheft mit ausführlichen Angaben zu den Filmen ist im Filmmuseum erhältlich. Sie können sich die Programmübersicht und das Programmheft als pdf-Datei herunterladen:

Heft 27 (4. September 2014 bis 5. März 2015)
Programmübersicht (16 Seiten, PDF 445 KB)
Programmheft (100 Seiten, PDF 3 MB)

Jubiläumsbroschüre (Hg. MFZ 2013)
50 Jahre Filmmuseum

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