Open Scene

Die Termine der „Open Scene“ am Donnerstag sind teilweise für aktuelle Sonderveranstaltungen reserviert. Das Programm wird spätestens etwa eine Woche vorher festgelegt und in den Schaukästen an der Kinokasse, über den Film-Newsletter, auf Facebook, auf Twitter, durch Ankündigungen in der Tagespresse und hier auf dieser Homepage bekannt gegeben.


VERFLUCHTE LIEBE DEUTSCHER FILM von Dominik Graf am Do 26.5.16 um 19.00 Uhr

In der nächsten „Open Scene“ am Donnerstag, 26. Mai 2016, um 19.00 Uhr zeigen wir den Dokumentarfilm VERFLUCHTE LIEBE DEUTSCHER FILM von Dominik Graf und Johannes F. Sievert über ihren persönlichen Blick auf die Geschichte des deutschen Films.

VERFLUCHTE LIEBE DEUTSCHER FILM
Deutschland 2016 – Regie und Buch: Dominik Graf und Johannes F. Sievert – Mit: Klaus Lemke, Roland Klick, Mario Adorf, Roger Fritz, Eckhart Schmidt, Peter Berling, Lisa Gotto – 90 min, Originalfassung mit englischen Untertiteln

Ein anspruchsvoller Versuch, die Geschichte des deutschen Films zu erzählen. Der Film wirft einen provokanten Blick zurück in die westdeutsche Kinoszene der 1950er, 60er, 70er Jahre, auf die Nachkriegszeit mit Heimatfilmen und „Papas Kino“, gegen das sich Autorenfilmer mit dem „Oberhausener Manifest“ 1962 verwehrten und ein neues Kino forderten. Im Zentrum steht eine provokative Gegenbewegung, der die Oberhausener wiederum zu intellektuell waren und die vor allem in München-Schwabing entstand.

Graf und Sievert reflektieren anhand von zahlreichen Filmausschnitten und Fotos eine Zeit, in der ein echtes, körperliches Kino und ein abgründigerer Blick auf die Gesellschaft im Mainstream nicht erwünscht waren und wenden sich den Regisseuren und SchauspielerInnen der 1970er und 1980er Jahre zu, die es anders machen wollten: die Filmemacher Klaus Lemke, Roland Klick, Eckhart Schmidt, Roger Fritz, der Produzent Peter Berling, die SchauspielerInnen Mario Adorf, Werner Enke und Gisela Hahn. In dieser Subkultur des deutschen Films liegen wahre Schätze verborgen, an die in dieser Hommage wieder erinnert wird. Mit pointierten Kommentaren kommen die Filmhistorikerin Lisa Gotto, die Filmkritiker Rainer Knepperges und Olaf Möller und der Filmemacher Stefan Lukschy zu Wort.

UNDERDOX-Halbzeit mit Corinna Schnitt am Do 2.6.16 um 19.00 Uhr: Lecture und Kurzfilmprogramm

In der nächsten „Open Scene“ am Donnerstag, 2. Juni 2016, um 19.00 Uhr ist UNDERDOX mit seiner Halbzeit zu Gast im Filmmuseum. Es setzt seine Lecture-Reihe fort mit Kurzfilmen von Corinna Schnitt.

Corinna Schnitt (geb. 1964) erzählt in ihren Kurzfilmen mittels dokumentarischer Fundstücke absurde Geschichten aus dem Alltag, seziert mit Sprache Gewohnheiten, Banalitäten und Floskeln. Kennzeichen ihres Werks ist eine schwebende Kameraführung, die in gleitenden Plansequenzen Szenerien entfaltet. Ihr Werk ist zunehmend im Bereich der Kunst angesiedelt, außerdem ist sie Professorin für Film und Video an der Hochschule für Gestaltung in Braunschweig.

UNDERDOX Halbzeit zeigt ein Programm in zwei Teilen und präsentiert zehn Filme aus der Anfangszeit ihres Schaffens bis heute.

Teil 1: ZWISCHEN VIER UND SECHS – Zeit-Handlungen (16mm und digital)
Fünf Kurzfilme von 1995 bis 2015 zeigen Handlungen als Abwehrzauber, Identitätskonstitution, Ritual und Vision. Darunter sind Kurzfilm-Klassiker wie ZWISCHEN VIER UND SECHS (1997) und SCHÖNEN GUTEN TAG (1995).

Teil 2: VON EINER WELT – Raum-Vermessungen (16mm und digital)
Fünf Kurzfilme von 2001 bis 2013 zeigen exemplarisch die raumgreifenden Kamerafahrten von Corinna Schnitt, die Platz macht für Obsessionen, Anarchie und Zirkelschlüsse. Darunter sind gefeierte Arbeiten wie DAS SCHLAFENDE MÄDCHEN (2001) und SCHLOSS SOLITUDE (2002).

Gesamtlänge des Programms mit Lecture ca. 145 Min.

Mehr Informationen zur Künstlerin und den einzelnen Filmen finden Sie unter
www.underdox-festival.de/de/artistinfocus.htm

"Schloss Solitude" (D 2002), (c): Corinna Schnitt

Filmmuseum München

Kartenvorbestellungen nur telefonisch unter Tel. 089-233-96450

Büro: Tel. 089-233-22348
E-Mail: filmmuseum(at)muenchen.de

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Vorführzeiten:
Dienstag / Mittwoch / Freitag / Samstag / Sonntag 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Montag keine Vorstellung
Bei Überlänge gelten geänderte Vorführzeiten!

Eintrittspreise
Regulär 4 €
Mitglieder des MFZ 3 €
Aufschlag bei Überlänge oder Sonderveranstaltungen 2 €

Rollstuhlfahrer / Hörgeschädigte
Das Kino im Untergeschoss ist über einen Aufzug für Rollstuhlfahrer zugänglich. Die Behindertentoilette befindet sich im Untergeschoss neben dem Kinoeingang. Der Kinosaal ist mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.

Programmheft
Das gedruckte Programmheft mit ausführlichen Angaben zu den Filmen ist im Filmmuseum erhältlich. Sie können sich die Programmübersicht und das Programmheft als pdf-Datei herunterladen:

Heft 30 (4. März bis 31. Juli 2016)
Programmübersicht (13 Seiten, PDF 361 KB)
Programmheft (90 Seiten, PDF 3,3 MB)
Sämtliche Termine und Inhalte als iCal-Datei (.ics, 612 KiB)

Jubiläumsbroschüre (Hg. MFZ 2013)
50 Jahre Filmmuseum

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